Überraschung im Fall Lebler

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Lebler wird für ein Spiel gesperrt

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Wir schreiben die 36. Minute im Spiel KAC gegen die Black Wings Linz.

Plötzlich lag Gregor Hager auf dem Eis. Für Sekunden verlor der Klagenfurter sogar das Bewusstsein. Ein Zahn fehlte ihm außerdem.

Doch was war passiert? Hager baute das Spiel aus dem eigenen Drittel auf und leitete das Spielgerät auf John Lammers weiter, der den Puck in Richtung gegnerischem Tor führte.

Während sich alle Welt auf den Schuss des Kanadiers konzentrierte, ging Hager circa auf Höhe der Mittelauflage zu Boden.

Absicht oder dummer Zufall

Der Linzer Stürmer Brian Lebler touchierte seinen Kontrahenten, der bei der Attacke nicht nur seinen Zahn sondern auch kurz das Bewusstsein verlor.

Nur mit Hilfe der Sanitäter konnte der Verletzte vom Eis geführt werden. Wie sich später herausstellte, erlitt er eine schwere Gehirnerschütterung und muss mindestens drei Wochen pausieren.

In der Folge sprach der verantwortliche Hauptschiedsrichter eine Matchstrafe für den Sünder aus.

Bereits kurz nach Spiel-Ende überschlugen sich die Berichte und Meinungen zur unschönen Szene in verschiedensten Foren im Internet. Von einer heimtückischen Attacke bis hin zum unglücklichen Zusammenprall wurde von den jeweiligen Fanlagern gesprochen.

So hieß es Lebler hätte seinen Arm „stehengelassen“ in einem KAC-nahen Blog. Lebler hätte seinen Konkurrenten gar nicht gesehen, behaupten wiederum andere.

Je nach Auslegungssache variierte auch die geforderte Strafe für den Beschuldigten.

Wiederholungstäter

Lebler, kein Kind von Traurigkeit, wurde im letzten Jahr schon wegen eines ähnlichen Vergehens für sieben Spiele gesperrt. Wiederholungstäter werden in der Norm härter bestraft als jene, die noch über eine saubere Akte verfügen.

Bis zu 20 Spiele forderte so mancher KAC-Anhänger, keine bzw. eine geringe Sperre sahen die Black-Wings-Fans als angebracht. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen und dennoch kommt der Linzer mit einem Spiel Sperre davon.

Der Grund? Das DOPS (Department of Players Safety) hat kein Videomaterial zur Verfügung, welches den Check des Oberösterreichs genau dokumentiert.  Der genaue Wortlaut der Aussendung der Erste Bank Eishockey Liga lautet wie folgt.

Begründung

„Aus Sicht des DOPS (Department of Players Safety) und des internationalen PSC (Players Safety Committee) ist aus keiner der zu Verfügung stehenden Kameraperspektiven zweifelsfrei zu erkennen, ob der Check gegen den Kopf und Nackenbereich ging oder nicht.

Es gab Überlegungen, ob die Matchstrafe richtig war, da es keinen Kontakt mit dem Kopf- und Nackenbereich gab und der Check nicht absichtlich in Richtung Kopf- und Nackenbereich geführt wurde. Aufgrund des Videomaterials gibt es aber keine zweifelsfreien Aufschlüsse. Vom Schiedsrichter wurde eine Matchstrafe ausgesprochen und daher wird über Brian Lebler aufgrund der Erste Bank Eishockey Liga Grundregeln V. Disziplinarmaßnahmen automatisch eine Sperre für ein Pflichtspiel verhängt. Brian Lebler fehlt dem Meister damit nur am Freitag, dem 12. Oktober 2012 im Auswärtsspiel bei den Graz99ers.“

Wie steht ihr zu dieser Entscheidung? Ist das Urteil in euren Augen korrekt oder völlig daneben? Postet eure Meinung!

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