Historische Blamage für den KAC

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Rekordmeister KAC verpasst die Playoffs

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Was passiert in Graz?

Neben dem Rekordmeister fliegen auch die Graz99ers vorzeitig in den Urlaub. Die Steirer scheitern trotz großer Ambitionen und zahlreicher Transfers, inklusive des Austausches des Trainers während der Saison, nach der Zwischenrunde.

Ähnlich wie beim KAC gibt es auch in der Murstadt viele Fragezeichen, was die Zukunft betrifft. Präsident Jochen Pildner-Steinburg hat bereits viele Änderungen und Überraschungen angekündigt. (Hier bekommst du mehr Informationen zu den 99ers)

Dornbirn erstmals in den Playoffs

Des einen Leid, bedeutet jedoch des anderen Freud.

Der Dornbirner Eishockey Club sicherte sich erstmals in der Geschichte des Vereins einen Platz in der Postseason der höchsten österreichischen Liga.

Im zweiten Jahr der Liga-Zugehörigkeit schaffen die „Bulldogs“ den Sprung unter die besten Acht und nehmen als erstes Team aus Vorarlberg seit der VEU Feldkirch und dem EHC Lustenau in der Saison 2002/03 wieder an der Postseason teil.

Sebastian Rauch

Schluss. Aus. Vorbei.

Der amtierenden Meister verabschiedet sich nach einer total verkorksten Saison bereits frühzeitig in den Sommerurlaub.

Was sich seit den zwei Niederlagen vor der Olympia-Pause gegen Dornbirn abgezeichnet hat, ist nun endgültig Gewissheit. Mit Ende der Zwischenrunde ist auch die Saison für die Klagenfurter beendet.

Zum ersten Mal in der Liga-Geschichte geht die Postseason der obersten österreichischen Spieklasse ohne den Titelverteidiger über die Bühne.

Ein Eintrag in die Geschichtsbücher, auf die der erfolgsverwöhnte Rekordmeister mit Sicherheit gerne verzichtet hätte.

Trainer-Karussell dreht sich

Bereits in den letzten zwei Saisonen stockte der Motor vor den Playoffs, doch der eingeschlagene negative Kurs wurde jeweils durch einen Trainerwechsel korrigiert.

So verabschiedete man sich von Manny Viveiros im Februar 2012 nach durchwachsenen Leistungen in der Zwischenrunde und der nunmehrige Teamchef wurde durch eine interne Lösung, den bisherigen Nachwuchstrainer Christian Weber, ersetzt.

"Viveiros hat sich abgenützt", begründete damals Vizepräsident Hellmuth Reichel die Entlassung, um den abgenutzten Trainer sofort als Sportdirektor einzustellen.

Unter dem Schweizer Weber zog man dann bis ins Finale ein, wo man den Black Wings Linz in der „best-of-seven“-Serie mit 1:4 unterlag.

Der Bonus Webers war aber in der darauffolgenden Saison schnell aufgebraucht. Nachdem es im Grunddurchgang nicht lief, stellte der Verein den damals 48-Jährigen im Dezember frei und ersetzte ihn wieder mit einer internen Personalie. Co-Trainer Christer Olsson übernahm das Ruder und führte den Traditionsvereinen zum langersehnten 30. Meistertitel.

Auch Olsson scheitert

Der Klagenfurter Topf schien seinen Deckel gefunden zu haben, doch nach dem Verpassen der Playoffs in der laufenden Saison sind auch die Tage des Schweden gezählt.

Doch da keine interne Lösung bereit steht, Co-Trainer Dieter Kalt wird das Amt offensichtlich (noch) nicht zugetraut, wird wohl der ehemalige Znojmo-Coach Martin Stloukal den Posten übernehmen.

Auf den Tschechen kommt ein großes Stück Arbeit zu. Obwohl sich die Klagenfurter in den letzten Jahren stets mit ihrer tollen Jugendarbeit rühmten, kommt bei den „Rotjacken“ nicht wirklich viel nach.

Wo sind die Talente?

Herausragende Talente drängten sich in der laufenden Saison keine auf. Die jungen Wilden wie Patrick Beer (20), Philipp Kreuzer (18), Daniel Ban (20) oder Thomas Vallant (18) bekamen kaum Einsatzzeit und konnten sich unter Olsson anscheinend nicht für höhere Aufgaben empfehlen.

Die Leistungsträger werden nicht jünger und die Legionäre blieben in dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurück. Der MVP der Saison 2012/13, Jamie Lundmark, kam nach seiner Verletzung zu Saisonbeginn nie wirklich in Tritt und konnte im Gegensatz zur Vorsaison kaum Akzente setzen. Von Neuzugang Thomas Pöck wurde sich ebenfalls mehr erhofft und Kapitän Thomas Koch vermochte dem Klagenfurter Angriffsspiel in dieser Spielzeit nicht seinen Stempel aufdrücken.

Wie sieht die Zukunft aus?

Nun soll ein Umbruch erfolgen, denn Stloukal ist für seine Arbeit mit jungen Spielern bekannt. Mit der Berufung zum neuen Chef auf der Klagenfurter Kommandobrücke möchte der KAC offensichtlich einen neuen Weg einschlagen. Gerüchten zufolge soll der Stuhl von Sportdirektor Manny Viveiros ebenfalls wackeln. Bestätigungen von Seiten des Klubs sowohl was die Ablöse des Austro-Kanadiers und die Inthronisierung eines neuen starken Mannes angeht, gibt es jedoch noch nicht.

Doch sollten die Verantwortlichen das frühe Scheitern tatsächlich als Chance sehen und einen Umbruch einleiten wollen, braucht  dieser Weg vor allem eines: Geduld. Ein Parameter, der aufgrund der glorreichen Vergangenheit und des dadurch erfolgsverwöhnten Umfelds unter Umständen in Klagenfurt eine große Hürde darstellen könnte.

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