KAC kommt nicht zur Ruhe

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KAC kommt nicht nur Ruhe - Caps im Vorteil

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Der österreichische Eishockey-Rekordmeister kommt ausgerechnet in der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht zur Ruhe.

Eine Woche nach der äußerst umstrittenen Ablöse von Trainer Manny Viveiros hat sein Nachfolger Christian Weber für heftige Diskussionen im Lager der Rotjacken gesorgt.

Der Schweizer sortierte vor der Partie bei Titelverteidiger Red Bull Salzburg im ersten Spiel der Viertelfinaleserie (best of seven), das mit 3:5 verloren ging, Christoph Brandner aus.

Privat auf der Tribüne

Brandner schien nämlich überraschend nicht im Kader auf, reiste nach übereinstimmenden Medienberichten mit dem Privatauto nach Salzburg und fand nur auf der Tribüne Platz.

Der 36-Jährige, Österreichs erster Torschütze in der NHL, ist immerhin einer der Kapitän der Mannschaft. Für Spiel zwei ist er auch wieder im Aufgebot vorgesehen.

Laut Co-Trainer Gerald Ressmann hatte die Nicht-Berücksichtigung für das Auswärtsspiel nur taktische Gründe.  Dafür fehlt Kirk Furey. Der kanadische Verteidiger, bester Tor-Vorbereiter der Klagenfurter, hat sich einen Bruch des Mittelhandknochens zugezogen.

Im Tor könnte diesmal Rene Swette den Vorzug gegenüber Andy Chiodo erhalten.

"Das nächste Spiel wird anders verlaufen"

Salzburg konnte sich dagegen voll auf die Fortsetzung des Duells der beiden Vorjahresfinalisten konzentrieren.

Red-Bull-Coach Pierre Page hakte den Auftaktsieg gleich wieder ab und bereitete sein Team auf die Herausforderung in der Klagenfurter Stadthalle vor.

"Einige junge Spieler haben viel gelernt, haben am eigenen Leib gespürt, was es bedeutet, Play-off zu spielen. Das nächste Spiel wird auf jeden Fall anders verlaufen."

"Play-off spielen heißt auch immer auf Überraschungen gefasst sein. Die Klagenfurter werden sehr bereit sein und auch für ihren neuen Trainer spielen. Und sie werden versuchen, uns mit einer neuen Taktik herauszufordern, wir müssen bereit sein, schnell zu reagieren", forderte Page.

Momentum auf Caps-Seite

In der zweiten Paarung zweier österreichischer Klubs haben die Vienna Capitals überraschend einen Auswärtssieg in Linz bei den im bisherigen Saisonverlauf so souveränen Black Wings gefeiert.

Die Caps haben offenbar rechtzeitig ihr Spiel gefunden und wollen am Dienstag (19.15) mit Heimvorteil nachlegen.

"Es ist nur ein Sieg und wir müssen von Spiel zu Spiel denken und konzentriert bleiben. Ich habe den Jungs gesagt, dass es auch am Dienstag wieder auf die Kleinigkeiten ankommen wird. Das Momentum ist sicher auf unserer Seite, aber das macht Linz nicht schwächer. Sie bleiben für mich der große Favorit", erklärte Caps-Trainer Tommy Samuelsson.

Nun brauchen die Linzer zumindest einen Auswärtssieg, der Auftakt soll schnell vergessen sein.

"Spiel eins ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber das ist kein Beinbruch, die Serie ist lange und es ist noch nichts entschieden", erklärte Linz-Stürmer Daniel Oberkofler.

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