Das Warten hat ein Ende

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Ein NHL-Crack für Salzburg

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Jetzt ist es also doch geschehen.

Nach langem Warten hat Ex-Meister RB Salzburg auf dem NHL-Lockout-Spielermarkt zugeschlagen. Seit längerem wunderte sich die österreichische Eishockey-Welt, warum ausgerechnet der Finanz-Krösus der Liga die Chance auf einen Topspieler aus Übersee nicht am Schopfe packt.

Mehr defensive Stabilität

Am Montag haben die Verantwortlichen der „Roten Bullen“ aber reagiert und sich die Dienste des schwedischen Verteidigers Tobias Enström gesichert.

„Wir versuchen, gute internationale Spieler, die Leidenschaft haben und einen Traum verfolgen, nach Salzburg zu bringen. Tobias ist so einer“, freut sich Head Coach Pierre Page über seinen Neuzugang.

Der 27-Jährige ist ein gestandener NHL-Profi, welcher der jungen Salzburger Mannschaft den nötigen Halt in der Defensive geben soll.

Bereits 380 Mal lief der Defender in der stärksten Liga der Welt auf und steht seit 2011 bei den Winnipeg Jets unter Vertrag. Zuvor trug er das Trikot des Vorgängervereins Atlanta Thrashers, wo er, ebenso wie später bei den Jets, das Amt des Assistant-Captains bekleidete.

Kennenlernen am Dienstag

Nicht weniger als 62 Spiele absolvierte Enström im letzten Jahr für die kanadische Franchise, sechs Tore und 27 Assists inklusive.

Nun wird der Schwede im Jersey der „Bullen“ auflaufen und könnte dies bereits am Freitag gegen Dornbirn tun. Da die Mannschaft am Montag trainingsfrei hat, wird der Neo-Salzburger seine neuen Mitspieler erst am Dienstag kennenlernen.

Vertrag für gesamte Spielzeit

Sollte der Lockout andauern, hat der Verteidiger aber genug Zeit, sich in das bestehende Team zu integrieren. Enström wird von den Salzburgern mit einem Vertag bis Saisonende ausgestattet. Dieser Kontrakt beinhaltet zwar eine Ausstiegsklausel für das Ende des Lockouts, derzeit sieht es aber nicht nach einer Einigung im Tarifstreit aus.

Auch der Wechsel Enströms ist ein Indiz dafür, dass die Spieler nun vermehrt Engagements bis Saisonende unterschreiben.

Wie viele Punkte bleiben übrig?

Durch den Abgang von Nick Ross hat Salzburg auch keine Probleme mit der Punkteregelung. Die Importspieler zählen allesamt vier Punkte, egal ob sie aus der NHL oder der Bodenseeliga in die Erste Bank Eishockey Liga wechseln.

Ob die „Bullen“ dann auch noch Platz für Alex Auld haben, ist jedoch fraglich. Mit Bernd Brückler hat man ebenfalls einen hoch-gerankten Spieler verpflichtet, der die Kadergrenze an Punkten sprengen könnte. Es wäre also kein Wunder, wenn der kanadische Schlussmann seinen Platz im Kader räumen müsste.

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