Mehr Meister geht gar nicht!

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Gratulation an Salzburg! Mehr Meister geht gar nicht

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Salzburg ist der logische Meister.

Darüber gibt es unter Eishockey-Fans und -Experten wohl keine zwei Meinungen.

Das Teamgefüge stimmte

"Sie waren einfach besser", gab auch Capitals-Coach Jim Boni nach dem "Sweep" unumwunden zu und Rafael Rotter ergänzte: "Salzburg hat einfach eine super Saison gespielt, sie haben den Grunddurchgang und die Zwischenrunde gewonnen und sind haben den Titel verdient."

In der Tat gab es in den letzten Jahren keine Mannschaft, die die EBEL so dominiert hat, wie es die Bullen taten. Das Team von Daniel Ratushny leistete sich über die gesamte Spielzeit keine Schwächephase, auf kleinere Ausrutscher hatten die Mozartstädter stets die richtige Antwort parat.

"Das ist einfach eine spezielle Mannschaft, die Chemie stimmt, jeder steht für den anderen ein, keiner hat sein Ego in den Vordergrund gestellt, das war für mich der Schlüssel zum Erfolg. Diese Jungs haben sich das absolut verdient", zog Meistermacher und ÖEHV-Teamchef Ratushny logischerweise ebenfalls zufrieden Bilanz.

"Das ist eine sensationelle Mannschaft"

Auch Stürmer Kyle Beach zeigte sich vom Team-Gefüge bei den Bullen angetan.

"Das ist eine sensationelle Mannschaft, wirklich unglaublich. Es ist sehr schade, dass wir nächste Saison nicht mehr so zusammenspielen werden. Es werden sicher ein paar Spieler den Klub verlassen und durch andere ersetzt werden, so ist das Geschäft nun mal", bedauert der 25-Jährige das Unausweichliche.

Für Thomas Raffl sind es nicht nur die Spieler, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, der Top-Torschütze nahm alle Beteiligten mit ins Boot. "Alle haben Anteil an diesem Erfolg, angefangen von den Physiotherapeuten, über den Coach, die Spieler und so weiter. Alle gehören dazu und es war mir eine Ehre, ein Teil dieser Mannschaft zu sein."

Aus Lulea-Niederlage gelernt

Für Kapitän Matthias Trattnig waren vor allem zwei Schlüssel-Ereignisse für diesen Teamspirit verantwortlich. Einerseits die knapp verpasste Meisterschaft aus dem Vorjahr, die die Mannschaft zusammenwachsen ließ, andererseits das Scheitern in der Champions Hockey League (CHL) gegen Lulea, als man eine hohe Führung noch aus der Hand gab. "Das war ein unglaublicher Aussetzer. Aber wir haben daraus gelernt."

Was die Salzburger aus dieser Lehrstunde mitnahmen, war während der gesamten Saison zu beobachten, wurde in den Playoffs aber noch deutlicher: Die Mannschaft gab nie auf, egal wie hoch sie zurücklag.

"Wir haben einfach immer an uns geglaubt. Egal, was passierte, ob Fouls gegen uns gepfiffen wurden, ob wir zurücklagen. Das war alles zweitrangig. Wir hatten immer das Gefühl, dass wir noch ein paar Tore schießen können", analysiert Troy Milam. "Schon das ganze Jahr über war das dritte Drittel immer unser stärkstes."

Meistertitel kein Selbstläufer

Ein Selbstläufer war der fünfte Meistertitel in der Vereinsgeschichte dennoch nicht, auch wenn die elf Playoff-Siege in Folge dies vermuten lassen würden.

"Wenn man nur auf die Statistiken anschaut, sind wir der logische Meister, aber uns war immer klar, dass in den Playoffs alles passieren kann", erklärt Raffl.

"Es war gegen den VSV schon sehr eng und ging ein paar Mal in die Overtime. Dann kam der KAC, der nach dem Sieg gegen Znojmo stark drauf war. Da war das Serienergebnis auch klarer, als die einzelnen Spiele. Und im Finale gegen die Capitals hat keiner von uns mit einem Sweep gerechnet."

"Wir waren sehr konstant"

Auch Ratushny gibt zu bedenken, dass es nicht immer so kommt, wie man gerne hätte und die Meisterschaft keinesfalls ein Selbstläufer war.

"Man bekommt nicht immer das Resultat, das man verdient hätte, wird nicht immer für die harte Arbeit belohnt, umso schöner ist es, dass die Jungs das erreicht haben. Wir waren sehr konstant, haben über die gesamte Saison stark gespielt."

Und genau aus diesem Grund sind die Bullen auch der logische und verdiente österreichische Meister und EBEL-Champion.

 

Fabian Santner

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