Für Caps ist alles möglich, Dornbirn jagt Bonuspunkte

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Mit zwei völlig unterschiedlichen Ausgangspositionen steigen die Vienna Capitals und die Dornbirner Bulldogs am Freitag (LIVE ab 19:10 Uhr, auf LAOLA1.TV) beim großen Ost-West-Gipfel in den Eisrink.

Die Capitals, derzeit Viertplatzierte in der EBEL, haben lediglich zwei Punkte Vorsprung auf die Verfolger aus Znojmo, sind aber ihrerseits gerade einmal einen Punkt hinter dem VSV klassiert.

Rein rechnerisch ist sogar ein Sprung auf den zweiten Platz im Endklassement möglich. Dass am 43. Spieltag die Tabellennachbarn VSV und Znojmo direkt aufeinandertreffen, bringt zusätzliche Brisanz in die Schlussphase.

Umso bedeutender ist das Heimspiel gegen die Vorarlberger, bei dem man unbedingt punkten möchte, um seinerseits möglichst viele Zähler in die Pick Round mitzunehmen.

Der ehemalige Käpt'n beim Feind

Retrospektiv betrachtet hat die legendäre Wutrede nach der 2:6-Heimpleite gegen Innsbruck von Caps-Headcoach Tom Pokel bereits Früchte getragen. "Umso wichtiger war der Sieg gegen Salzburg, der hat uns sehr viel Selbstvertrauen gegeben", weiß der 47-jährige US-Amerikaner.

Auch Assistant Coach Phil Horsky pflichtet ihm bei: "Es ist wichtig wie wir auftreten, das hat sich gegen Salzburg gezeigt. Und das erwarte ich mir auch für das Spiel gegen Dornbirn."

Der ehemalige Kapitän vom DEC und nun Caps-Crack Danny Bois (re.)

Als Verstärkung lockte Head Coach Tom Pokel mit Danny Bois einen alten Bekannten in die Hauptstadt. Der Transfer des Kanadiers lief perfekt: Am Montag setzte er die Unterschrift unter seinen Vertrag, Montagabend war die Offensivverstärkung bereits in Wien. Das erste Training mit seinen neuen Teamkameraden hat er bereits am Folgetag absolviert.

Bois, ein Freund der Architektur

Und Bois freut sich über sein Wien-Engagement: "Schon als ich in Salzburg und Dornbirn spielte, habe ich mir immer gedacht, dass diese Arena hier wunderschön, es auch immer laut in der Halle ist. Ich bin stolz, für einen absoluten Spitzenverein aufzulaufen. Von Vereinsseite war schon bei meiner Ankunft alles perfekt organisiert, es ist sehr professionell abgelaufen. Ich hoffe, ich kann dabei mithelfen, dass wir unser großes Ziel erreichen."

In Dornbirns Premierensaison trug der 31-jährige Kanadier für den DEC das "C" auf der Brust. Diese Rolle des Mannschaftskapitäns hat bei den Vorarlbergern seit Saisonbeginn Nikolas Petrik inne.

Dornbirn will Serie brechen

Niki Petrik befindet sich mit seinen Mitspielern aus dem Ländle vor einer ganz anderen Aufgabe: Die Bulldogs stehen nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen in der Pflicht. Für eine bessere Ausgangslage im anstehenden Gerangel um die letzten zwei Play-off Plätze, brauchen die Dornbirner jeden Zähler.

Gegen die favorisierten Cracks aus der Bundeshauptstadt hat es für die Bulldogs in dieser Saison schon einmal geklappt. Nach zwei Niederlagen (0:3 und 1:2) folgte im dritten direkten Duell zuletzt ein 6:3-Sieg im Ländle.

"Sie werden alles geben, denn die Innsbrucker sind ihnen dicht auf den Fersen. Das macht sie gefährlich, wir müssen auf der Hut sein", warnt Pokel vor dem Ost-West-Gipfel in Kagran.

Am Personalsektor ist bei beiden Kontrahenten Besserung in Sicht. Bei den Wienern steigert Markus Schlacher seine Trainingsintensität stetig, Nikolaus Hartl hat bei seiner Genesung ein gutes Gefühl, dass es schon bald wieder zu einem Comeback kommen wird. Philippe Lakos' Rückkehr wird hingegen genauso wie jene von Dominic Hackl noch etwas länger auf sich warten lassen.

Der DEC muss weiterhin auf die beiden Stürmer Martin Mairitsch und Stefan Häußle verzichten.

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