Erleichterung in Linz - Umbau bei den Capitals

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Nach dem 8:3-Kantersieg am Sonntagabend im alles entscheidenden Spiel sieben gegen die Vienna Capitals blieb für die Black Wings Linz keine Zeit zum Feiern.

Bereits am Dienstag (19.15 Uhr im LIVE-Ticker/ServusTV zeigt Konferenz) startet die Halbfinal-Serie mit dem Heimspiel gegen Olimpija Ljubljana. Um den zweiten Platz im Endspiel kämpfen Medvescak Zagreb und der KAC.

Gelingt nur einem der zwei heimischen Teams der Aufstieg, würde Österreichs Meister 2012 schon vor dem EBEL-Finale feststehen. Das gab es einmal, als in der Saison 2007/08 Salzburg und Ljubljana im Endspiel gestanden waren.

Anzahl der Siege entscheiden

Falls die Linzer und die Klagenfurter auf der Strecke bleiben, gibt laut Wettspielreferent Peter Schramm die Anzahl der Siege in der Halbfinal-Serie den Ausschlag. Sollte auch da zwischen Linz und dem KAC Gleichstand herrschen, entscheidet die Tordifferenz aus den Semifinal-Partien.

Für die Capitals ist die Saison erstmals seit 2004 schon vor dem Halbfinale zu Ende. Trainer Tommy Samuelsson wusste, dass der Blitzstart der Linzer mit drei Toren in den ersten neun Minuten der sportliche Genickbruch für sein Team war.

"Damit war das Momentum aufseiten der Linzer. Das ist so in diesem Sport, Kleinigkeiten entscheiden. Wenn wir in der ersten Minute in Führung gegangen wären, dann wäre das ein ganz anderes Spiel geworden", erklärte der Schwede.

Umbau bei den Capitals

Der 52-Jährige will nun mit den Spielern und der Führungsriege um Präsident Hans Schmid die Saison analysieren "und dann weiter arbeiten". Schließlich wurde Samuelsson vor einem Jahr als Langzeitlösung in Wien-Donaustadt präsentiert, seine Ablöse soll kein Thema sein.

Die erste Bilanz von Boss Schmid lautete: "Wir haben unser Ziel in dieser Saison leider nicht erreicht. Nach der knappen Qualifikation für die Play-offs und dieser Serie gegen Linz möchte ich dennoch positiv bilanzieren."

Schmid kündigte an, die Mannschaft umzubauen, vom aktuellen Kader haben nur noch Andre Lakos, Fortier und Rotter einen gültigen Vertrag.

Erleichterung bei den Black Wings

Noch keine Saison-Analyse, sondern Regeneration stand nach dem Viertelfinale bei den Linzern auf dem Programm. Chefcoach Rob Daum war nach der ersten Sieben-Spiele-Serie seiner Profi-Laufbahn die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

"Wenn man so lange überlegen die Tabelle anführt, ist es im Play-off sehr schwierig. Das ist psychologisch nicht leicht zu verarbeiten", berichtete der Kanadier, der die Black Wings zum zweiten Titel nach 2003 führen will.

Daum ist sich sicher, dass sein Team nun gegen die Slowenen befreiter aufspielen wird.

Auf KAC wartet der Angstgegner

"Jetzt haben wir Schwung aufgenommen und müssen den Rest der Saison genießen. Ich glaube, dass es jetzt einfacher wird. Das heißt aber nicht, dass Ljubljana kein schwerer Gegner wird."

Das sieht auch Stürmer Martin Mairitsch so: "Ljubljana versucht meistens, das Spiel zu zerstören, was uns nicht wirklich liegt."

2011 hat der KAC Zagreb im Viertelfinale mit 4:1 in den Urlaub verabschiedet. In dieser Saison sind die Kroaten allerdings bisher der absolute Angstgegner der Kärntner gewesen.

"Trainer hat frischen Wind gebracht"

Zagreb gewann alle sechs Duelle mit dem österreichischen Rekordmeister. Lediglich die Partie vom 9. Oktober (5:4 für Zagreb) wurde im Nachhinein auf dem grünen Tisch in ein 5:0 für den KAC strafverifiziert, weil die Kroaten den nicht spielberechtigten Tormann Mate Tomljenovic eingesetzt hatten.

Der KAC hofft, dass der Aufschwung unter Neo-Trainer Christian Weber weitergeht. "Der Trainer hat frischen Wind reingebracht. Wir spielen aggressiv und kompakt, für uns ist alles drinnen", erklärte Kapitän Dieter Kalt.

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