Mario Altmann: "Ein Sieg beim KAC tut gut"

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14 Tore und 29 Assists in 46 Spielen, oder auch 0,9 Punkte pro Match. Dieser Schnitt ist für einen Eishockey-Stürmer sehr gut, für einen Verteidiger aber noch viel besser.

VSV-Defender Mario Altmann spielt die bis dato beste Saison seiner Karriere. Der gebürtige Wiener liegt auf Platz 21 der Scorer-Wertung und ist somit gleichauf mit Stürmer Francois Fortier von den Vienna Capitals und sogar vor RB-Salzburg-Topscorer Ryan Duncan.

„Ich profitiere aber schon auch von unserer kreativen Offensiv-Abteilung“, will der 26-Jährige seine Erfolge nicht alleine genießen.

„Ausland ist immer ein Thema“

Dass bei solchen Statistiken das Ausland aufmerksam wird, stört den Verteidiger aber weniger. „Ich habe noch zwei Jahre einen Vertrag beim VSV und fühle mich hier sehr wohl.“ Sollte jedoch danach ein Angebot in sein Haus flattern, würde er „nicht nein sagen.“

Am Dienstag kommt es in der Platzierungsrunde zum fünften Saison-Derby gegen den KAC. Nach den bisherigen Saison-Duellen steht es 2:2. Jedoch konnte der Erzrivale vom Wörthersee die vergangenen beiden Spiele für sich entscheiden. „Diesmal gewinnen aber wieder wir“, gibt sich der punktbeste EBEL-Verteidiger kämpferisch, „denn ein Sieg in Klagenfurt ist ein schönes Gefühl.“

Ganz zufrieden zeigt sich der ehemalige Schweden-Legionär aber mit den bisherigen Ergebnissen der Zwischenrunde nicht. Vor allem die 2:3-Niederlage gegen die Vienna Capitals nach einer 2:0-Führung liegt ihm noch schwer im Magen: „Der Ausgleich war ein Wechsel-Fehler und die Konzentration hat am Ende des Spiels auch nicht mehr gestimmt. So eine Führung darf man nicht mehr aus der Hand geben.“

Dass der VSV auf Antti Pusa, Marco Pewal und Scott Hotham verzichten musste, und auch Gerhard Unterluggauer sich gerade erst wieder fit gemeldet hat, ist für den HTL-Absolventen keine Ausrede. „In der Verteidigung spielen meistens sowieso nur sechs Spieler. Daher sind wir das schon gewöhnt.“

An Sotschi wird geglaubt

Der VSV-Hüne, 193 cm groß und 94 Kg schwer, ist auch Bestandteil des erweiterten Kaders für die anstehende Qualifikation für die olympischen Spiele 2014 in Sotschi.

Das Ziel für das ÖEHV-Team sind die kommenden Winterspiele. „Es hängt aber viel von der Tages-Verfassung ab“, gibt sich Altmann nachdenklich. Der Favorit ist Deutschland, doch die ersten beiden Spiele gegen die Niederlande und Italien dürfen ebenso nicht unterschätzt werden. Speziell der südliche Nachbar wird ein „schwerer Gegner.“

„Aber wenn jeder sein Bestes gibt und für das Team und für Österreich kämpft, werden wir uns qualifizieren“, glaubt der Verteidiger an die Chance.

Doch bevor Altmann seine Konzentration auf die Niederlande („gegen die habe ich noch nie gespielt“) und auf Italien legt, müssen noch zwei Runden in der EBEL-Platzierungsrunde absolviert werden. Denn das Ziel des VSV sind die „Top drei und der Heimvorteil für die Playoffs.“

Mit dem neuen Modus können sich bekanntlich die ersten Drei ihren Playoff-Gegner aussuchen. Ob der Villacher SV auch in diesen Genuss kommen wird und schon über den einen oder anderen möglichen Kontrahenten nachgedacht hat, ist für Altmann „noch zu früh und daher kein Thema“. Dass sich die „Adler“ im Fall der Fälle den KAC als Viertelfinal-Gegner freiwillig aussuchen, glaubt er aber nicht.

„Jedoch gegen ein Kärntner-Derby im Finale, würde ich nichts einwenden.“

 

Alexander Planasch

>>>LIVE-Ticker der EBEL-Zwischenrunde ab 19:15 Uhr auf LAOLA1.at<<<

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