Wer ist TOP, wer ein FLOP?

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Wer ist TOP, wer ein FLOP?

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Die Schonfrist ist vorbei!

Musste man den meisten Mannschaften aufgrund zahlreicher Transfers eine gewisse Eingewöhnungsphase zugestehen, so zählt diese Ausrede jetzt nicht mehr.

Die EBEL geht nämlich am Sonntag um 17:30 Uhr (Alle Partien im LIVE-Ticker, ab 17:45 Uhr KAC-Capitals auf ServusTV)) bereits in die achte Runde. Grund genug, sich mit den Sommertransfers der österreichischen Mannschaften etwas genauer zu beschäftigen.

Reges Kommen und Gehen

Die Klubs waren schließlich über die Sommermonate alles andere als untätig. Der Villacher SV, die Graz99ers, die Vienna Capitals und RB Salzburg krempelten ihre Lineups ordentlich um. Die beiden neuen Teams aus Dornbirn und Innsbruck stellten sogar quasi aus dem Nichts ihre Kader für die Saison 2012/2013 zusammen.

Einzig der Rekordmeister sowie der aktuelle Champion, der KAC und die Black Wings Linz verzichteten auf zu viel Fluktuation und verstärkten sich nur punktuell.

LAOLA1 hat jeweils den neuen Top-Import-Stürmer der acht heimischen EBEL-Klubs etwas genauer unter die Lupe genommen und in drei Kategorien eingeteilt: Wer hat eingeschlagen? Wer hat Luft nach oben? Wer ist bis jetzt nicht angekommen?

Voll eingeschlagen

VSV-Neuzugang Derek Ryan macht dort weiter, wo er letzte Saison bei Fehervar aufgehört hat. Er produziert Punkte am laufenden Band. Der Höhenflug der „Adler“ wäre ohne den 25-Jährigen schwer vorstellbar. Der US-Amerikaner konnte bisher in jedem Spiel anschreiben und hält nach sieben Runden bei 15 Scorerpunkten. Dabei glänzte der Center nicht nur mit Toren, sondern legte seinen Teamkameraden die Scheibe bereits zehn Mal auf. Das Transfer-Theater im Sommer hat sich bislang also voll ausgezahlt.

 

EBEL-Neuling Dornbirner EC sorgt mit offensivem Spiel und bereits drei Siegen für Begeisterung im „Ländle“. Hauptverantwortlich dafür ist Luciano Aquino. Der Italo-Kanadier bewies bisher großes Spielverständnis und hat das Auge für den freien Mitspieler. Neun Torvorlagen bescheren ihm den zweiten Platz in dieser Kategorie, seine zwei Tore bringen ihm zusätzlich Platz vier der Scorerwertung ein. Ein Transfer, der die „Bulldogs“ offensiv gefährlich macht und die Liga absolut belebt.

 

Die „Haie“ aus Innsbruck konnten zwar bisher noch kein Spiel gewinnen und zieren das Tabellenende der Liga, Francis Lemieux überzeugte hingegen auf ganzer Linie. Würde der Kanadier nicht im Lineup der Tiroler auftauchen, wären sie offensiv so gut wie gar nicht vorhanden. Von den 15 Toren, die der HCI bisher erzielen konnte, gehen fünf auf das Konto des 28-Jährigen. Weitere vier bereitete er vor. Der Fall ist ganz klar: Innsbruck benötigt weitere Spieler seines Kalibers.

Luft nach oben

Zugegeben, Jamie Lundmark ist nach John Lammers der produktivste KAC-Stürmer und sieben Punkte aus sieben Partien sind sicherlich kein schlechter Wert. Von einem Spieler seines Kalibers – immerhin hat er 301 NHL-Spiele auf dem Buckel – muss man sich aber mehr erwarten dürfen. Der Rekordmeister erzielte erst 17 Tore, nur die „Kellerkinder“ Innsbruck und Ljubljana trafen weniger häufig. Eine bessere Performance ihres Top-Transfers würde den „Rotjacken“ also sicherlich gut tun.

 

Graz ist eine der positiven Überraschungen der noch jungen EBEL-Saison. Coach Mario Richer hat es über den Sommer geschafft, zahlreiche Neuzugänge zu integrieren und eine funktionierende Mannschaft zu formen. Vor allem die Offensive wusste mit 23 Volltreffern zu überzeugen. Auf das Konto von Routinier Bob Wren geht allerdings nur ein einziges dieser Tore. Immerhin war er an sechs weiteren Treffern beteiligt. Wollen die Steirer ihren Höhenflug fortsetzen, muss aber noch mehr vom Kanadier kommen.

 

Der Saisonstart für die Black Wings Linz verlief alles andere als nach Plan. Die Meistermannschaft konnte zwar weitestgehend gehalten werden, die Linzer spielen auch weiterhin gutes Eishockey und erarbeiten sich Chancen, sie treffen aber das Tor zu selten. Auch Brett Engelhardt reiht sich in die Liste der Fehlschützen ein. Nur zwölf Prozent seiner 17 Torschüsse finden den Weg am gegnerischen Keeper vorbei – verbesserungswürdig! Was dem US-Amerikaner zu Gute gehalten werden muss, ist sein Einsatz. Er verbrachte bereits 14 Minuten auf der Strafbank. Ein beachtlicher Wert für einen Stürmer.

 

Vergangene Saison war Zdenek Blatny zusammen mit Brett Lysak das Um und Auf in der Grazer Offensive. 46 Punkte in 47 Spielen hatte er am Ende zu Buche stehen. Grund genug für die Verantwortlichen der Vienna Capitals, zuzuschlagen. Seine zwei Tore und drei Assists bescheren dem 31-Jährigen momentan jedoch nur den fünften Rang in der vereinsinternen Rangliste. Benoit Gratton und Francois Fortier geben mit elf bzw. neun Punkten den Ton in der Caps-Offensive an. Blatny wurde allerdings nicht geholt, um die beiden als Topscorer abzulösen, sondern um den Kader in der Breite noch stärker zu machen und im Falle einer Schwächephase der „Platzhirsche“ einzuspringen. Das ist dem Tschechen absolut zuzutrauen.

Spieler Spiele Tore Assists Punkte +/- Game Winner
Derek Ryan 7 5 10 15 9 1
Luciano Aquino 7 2 9 11 -1 1
Francis Lemieux 7 5 4 9 -1 0

Noch nicht angekommen


Justin Keller kam mit tollen Stats von Linz nach Salzburg. 29 Treffer, davon acht Game Winner – ein Mann für die wichtigen Tore. Bei den „Bullen“ konnte er diese Qualität noch nicht ausspielen. Erst drei Mal bezwang er den gegnerischen Torwart. Aber sowohl das 9:2 gegen Fehervar, das zwischenzeitliche 4:1 (Endstand 5:2) gegen den KAC, als auch das 3:5 gegen Linz waren nicht spielentscheidend. Keller verließ die Black Wings ursprünglich, um zurück nach Nordamerika zu wechseln. Momentan muss man sich fragen, ob das nicht die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Spieler Spiele Tore Assists Punkte +/- Game Winner
Jamie Lundmark 7 3 4 7 4 1
Bob Wren 7 1 6 7 3 0
Brett Engelhardt 7 2 3 5 -3 0
Zdenek Blatny 7 2 3 5 0 1

 

Fabian Santner

Spieler Spiele Tore Assists Punkte +/- Game Winner
Justin Keller 7 3 2 5 1 0
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