Binders neues Abenteuer

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Das neue Abenteuer des Oliver Binder

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Viel weiß Oliver Binder über seinen neuen Verein noch nicht. Kein Wunder, schließlich hat der Aufspieler noch kein einziges Mal mit dem CV Mitteldeutschland trainiert.

Die Freude ist dennoch groß. Fast ein ganzes Jahr suchte Binder nach einem Klub im Ausland, spielte dann sogar zeitweise wieder für die hotVolleys.

„Ich bin nach der Heim-EM in ein kleines Loch gefallen. Von daher ist es jetzt umso schöner, endlich den Sprung geschafft zu haben“, erklärt der Wiener, der mit dem Nationalteam von Donnerstag bis Sonntag im Wiener Budocenter in der EM-Quali auf Mazedonien, Kroatien und Tschechien trifft.

Ein Platz frei geworden

Die Kontaktaufnahme mit dem Klub, der unweit Leipzigs beheimatet ist, erfolgte im Mai dieses Jahres. Seine Finger im Spiel hatte dabei ÖVV-Teamchef Michael Warm.

„Er kennt Mitteldeutschland-Trainer Matthias Münz gut. Dieser war auf der Suche nach einem neuen Aufspieler, weil ihrer nach Berlin gewechselt ist“, berichtet Binder, der während eines fünftägigen Trainingslagers in Steinbrunn ein Bild von der Mannschaft machen konnten.

„Von Simon Frühbauer (spielte vergangene Saison dort; Anm.) hatte ich bereits gehört, dass das Teamgefüge sehr gut ist.“

Kurze Eingewöhnungsphase

Ein Problem darin, dass er nach den EM-Quali-Spielen erst knapp einen Monat vor der am 17. Oktober (Heimspiel gegen Rottenburg) beginnenden deutschen Meisterschaft zur Mannschaft stößt, sieht Binder, der als etatmäßige Nummer eins geholt wurde, nicht. „Das reicht vollkommen.“

In der abgelaufenen Saison landete Mitteldeutschland in der zwölf Teams umfassenden Bundesliga den achten Platz, wodurch gerade noch die Teilnahme am Playoff fixiert wurde. Dort war dann allerdings gegen die Nummer eins des Grunddurchgangs, Generali Haching, Endstation.

Auch Ichovski zu Mitteldeutschland

Binder unterschrieb für ein Jahr, um sich einmal heranzutasten an den Level in der neuen Liga. Auch wenn er die Gegebenheiten vor Ort nicht kennt, eine Wohnung hat er bereits. Die hat ihn sein Verein organisiert.

„Ich werde alleine wohnen“, verrät der 27-Jährige, der nicht der einzige Österreicher im mitteldeutschen Aufgebot ist. Auch Philip Ichovski wagte den Sprung. Der Amstettner versucht, im Mittelblock einen Platz zu ergattern.

Zuletzt studierte Binder Sozio-Ökonomie an der Wirtschafts-Uni Wien. „Das muss jetzt einmal ruhen“, meint der Dirigent des rot-weiß-roten Spiels. „Ich werde ein Psychologie-Fernstudium an der Uni Hagen beginnen. Das allerdings nur interessehalber.“

Denn vorerst liegt der Fokus voll und ganz auf dem Auslands-Abenteuer.

Reinhold Pühringer

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