Wie hoch der Plafond wirklich ist

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Das gab es noch nie. Am Mittwoch (ab 19 Uhr live bei LAOLA1.tv) bestreitet Österreichs Volleyball-Nationalteam erstmals ein Länderspiel gegen Brasilien.

Der amtierende Weltmeister und aktuelle Nummer eins der Weltrangliste wird im Schwechater Multiversum ein Freundschaftsspiel gegen die ÖVV-Truppe bestreiten.

Für das Team von Coach Michael Warm ist das Aufeinandertreffen mit den Südamerikanern der ultimative Härtetest in der Vorbereitung auf die Heim-Europameisterschaft von 10. bis 18. September.

Schlimmer als im Fußball

„Dieser Gegner ist das Nonplusultra auf der Welt“, schwärmt Warm. Der Deutsche weiß, wovon er spricht. Insgesamt bringt es die Selecao auf drei Weltmeistertitel (2010, 2006, 2002) und zwei Olympia-Siege (2004, 1992).

Zudem ist es die einzige Nation, die für alle Olympischen Turniere qualifiziert war. Zuletzt in Peking konnte nur die USA den dritten brasilianischen Gold-Streich verhindern.

Warm: „Die Dominanz der Brasilianer ist in keiner anderen Sportart so groß wie im Volleyball. Das ist auch nicht vergleichbar mit Fußball. Das ist ein Augenschmaus.“

Frei im Kopf und frisch in den Beinen

Warm setzt gegen die Ballkünstler auf aufgeladene Akkus. So bekamen seine Spieler nach den zuletzt doch sehr intensiven Monaten einen zweiwöchigen Urlaub verordnet. Diese Verschnaufpause ist aus der Sicht des 43-Jährigen enorm wichtig.

„Im Urlaub hatten die Spieler Zeit, das Erlernte geistig zu verarbeiten“, meint der Stratege. Seit vergangenem Donnerstag verlangt Warm seiner Auswahl bei einem Lehrgang in Güssing wieder alles ab. Dabei wurden die Inhalte der letzten Zeit wieder aufgefrischt.

„Mit den kommenden Spielen wollen wir unser Niveau weiter ausbauen und den nächsten großen Schritt machen. Durch die starken Gegner werden wir voll gefordert sein“, hat Warm auch die darauf folgenden Partien gegen Tunesien, Belgien und Kroatien bereits im Hinterkopf.

Laimer kehrt zurück

Doch zunächst heißt die Aufgabe Brasilien. Diese ist freilich auch für die Spieler eine ganz besondere.

„Es wird eine wunderbare Erfahrung gegen so eine Mannschaft überhaupt zu spielen“, freut sich etwa Thomas Laimer, der sich nach sechs Wochen Verletzungspause wieder fit meldete.

„Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass Österreich einmal gegen Brasilien spielt, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel ist. Die Brasilianer wären früher doch nie zu uns gekommen.“

Nicht in Ehrfurcht erstarren

Ob der Angreifer gegen die Schmetter-Könige vom Zuckerhut zum Einsatz kommt, ist noch offen. In Sachen Aufstellung will sich Warm noch nicht in die Karten schauen lassen. Auf allzu große Überraschungen möchte er allerdings verzichten.

Wichtig ist vor allem, dass seine Spieler keinen Respekt zeigen. Dessen ist sich auch Laimer bewusst: „Wir dürfen nicht zu viel Scheu haben. Einfach drauf los spielen und schauen, wer besser ist.“

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