"Das ist eine neue Ära"

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Volleyball-Herren streben Aufstieg in World League an

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Fünf Jahre nach dem Amtsantritt von Michael Warm als Österreichs Volleyball-Teamchef der Herren strebt seine Truppe heuer gezielt den Aufstieg in die World League an.

In die vergangenes Jahr auf 28 Teams aufgestockte jährliche Elite-Liga für Nationalteams geht es über den Gewinn der European League.

Das haben sich Peter Wohlfahrtstätter und Co für den am Freitag beginnenden Bewerb vorgenommen.

Am Freitag (20:25 LIVE auf LAOLA1.tv) startet das Team gegen Israel in den Bewerb. 

Warm hat Zweijahreskonzept

"Das ist eine neue Ära", umriss Warm im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur die Mentalität der aktuellen ÖVV-Mannschaft. Sie sei nach Rücktritten von Leistungsträgern wie Daniel Gavan oder Oliver Binder aus deren Schatten getreten.

"Ohne die wäre die jetzige Generation nicht da, wo sie ist. Aber jetzt will sie aus den Fußstapfen treten." Warm sprach von einem Zweijahreskonzept, der Aufstieg 2016 wäre also auch okay.

Wohlfahrtstätter ist nach dem gesundheitsbedingten Karriere-Ende von Aufspieler Binder der neue interne Kapitän, wie es Warm ausdrückte. Da die Aich/Dob-Stütze als Mittelblocker nicht ständig auf dem Feld sein wird, wird Außenangreifer Alexander Berger als Kapitän auf dem Feld fungieren.

"Die beiden sind unsere Doppelspitze", meinte der deutsche Coach.

Sieben Legionäre im Kader

Sieben Aktive und damit die Hälfte des 14-köpfigen Kaders spielen im Ausland. Berger ist neu bei Pallavolo Padova.

Mit Aleksandar Blagojevic bei Molfetta Volley gibt es einen weiteren Italien-Legionär.

In Frankreich agiert mit Max Thaller (Poitiers Volley) und Philipp Kroiss (Montpellier) ein Duo.

Florian Ringseis spielt in Finnland (Raision Loimu), Paul Buchegger in Deutschland (TV Bühl) und Thomas Zass in Spanien (Almeria).

Zwei Sechser-Gruppen um Final Four

In der European League wird in zwei Sechser-Gruppen um das Final Four gespielt. Das ÖVV-Team spielt in dieser Reihenfolge jeweils an einem Wochenende je zweimal gegen Israel, Polen, Estland, Mazedonien und Dänemark.

Die Gruppensieger und der bessere Zweite qualifizieren sich für das Final Four. Sollte das Team des Gastgebers der Finalveranstaltung seine Gruppe gewinnen, lösen beide Zweiten das Aufstiegsticket.

Da als Final-Four-Veranstalter Mitte August voraussichtlich Polen zum Zug kommen wird und diese in Österreichs Gruppe A sind, muss die rot-weiß-rote Equipe für das Weiterkommen wohl alle anderen Teams hinter sich lassen.

Die Truppe von Weltmeister Polen ist eine B-Auswahl, das A-Team spielt in der World League. Ähnlich sieht es bei den Gruppe-B-Mannschaften Türkei und Griechenland aus. Sollte Österreich mit diesen drei nicht aufstiegsberechtigten Teams ins Final Four kommen, wäre der Aufstieg fixiert.

Auftakt am Freitag gegen Israel

Der Auftakt erfolgt am Freitag und Samstag in Enns, Gegner Israel trat zuletzt international kaum in Erscheinung.

Gegen Estland geht es am 25./26. Juli in Tulln. Auswärtsspiele gibt es in Twardogora gegen Polen (10./11. Juli), in Skopje gegen Mazedonien (1./2. August) und in Aarhus gegen Dänemark (8./9. August).

In der Vorbereitung hatte Warm jedenfalls ausgeruhtere Spieler als in vergangenen Jahren zur Verfügung, als es recht bald nach Meisterschaftsende ins Teamtraining ging.

Diesmal war einen Monat Zeit zur Regeneration. "Der spätere Trainingsstart tat den Jungs wirklich gut", sagte Warm. Zudem habe er bei vielen einen Reifeprozess bemerkt. "Die Vorzeichen sind insgesamt wesentlich besser als im vergangenen Jahr."

 

European League 2015:

Gruppe A: Österreich, Israel, Polen (B-Team), Estland, Mazedonien, Dänemark

Gruppe B: Griechenland (B), Türkei (B), Rumänien, Slowenien, Kroatien, Weißrussland

Österreich gegen Israel (3. Juli/20.25 Uhr - LIVE bei LAOLA1.tv + bzw. 4. Juli/19.00, Enns), Polen (10./11. Juli, Twardogora), Estland (25. Juli/20.25 - l+ bzw. 26. Juli/17.00, Tulln), Mazedonien (1./2. August, Skopje), Dänemark (8./9. August, Aarhus)

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