ÖVV-Herren haben unverhofft noch Final-Four-Chancen

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Das österreichische Herren-Volleyball-Nationalteam hat zur Halbzeit der Gruppenphase in der European League unerwartet noch Chancen auf das für das Wochenende 30. Juni/1. Juli an Izmir vergebene Final Four.

Zwar liegt die ÖVV-Truppe vor den letzten beiden Turnieren punktgleich vor Schlusslicht Rumänien nur an vierter Stelle der Gruppe B, doch schon Platz drei im Fünfer-Pool könnte für die Qualifikation reichen.

Überraschend guter Auftakt

Bei den bisher zwei bestrittenen Turnieren in der Türkei und Tschechien hat die Equipe von Teamchef Michael Warm in insgesamt sechs Spielen drei Siege geholt.

"Am ersten Wochenende in der Türkei haben wir weit über unseren Erwartungen gespielt. Mit dem dortigen Turniersieg hatten wir nicht gerechnet", erklärte der Coach. "Wir haben das dort aber teuer bezahlt, die Hälfte des Kaders kam krank zurück."

Daher wurde in Gablonz (Jablonec) bei weitem nicht in Bestbesetzung gespielt und gegen die B-Garnitur Tschechiens sowie Rumäniens auch jeweils 1:3 verloren.

Team "auf einem guten Kurs"

"Gegen die Türkei als die bei diesem Turnier vermeintlich Stärksten haben wir aber gewonnen", sagte Warm. "Wir sind auf einem ganz guten Kurs. Viele Spieler haben über den Winter einen großen Schritt gemacht, wir spielen einen guten Volleyball."

Nach zwei freien Tagen und Mittwoch-Training in Steinbrunn geht es am Donnerstag nach Rotterdam, wo die Niederlande (Freitag, 19.30 Uhr live auf LAOLA1.tv), Tschechien (Samstag, 16.00) und Rumänien (Sonntag, 17.30) Gegner sind.

Nach zwei Siegen gegen die Türkei und einem gegen Rumänien ist ÖVV-Aufspieler Oliver Binder überzeugt, auch gegen die Niederländer und Tschechen reüssieren zu können. "In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen."

Stärker als bei der Heim-EM

Diagonalangreifer Thomas Zass sieht das ähnlich. "Wir sind als Mannschaft deutlich stabiler geworden, spielen sicherer und abgeklärter als bei der Heim-EM. Persönlich merkt der Tiroler, dass er von seiner ersten Saison als Legionär viel profitiert hat

"Bei Paris Volley wird viel Wert auf Block und Verteidigung gelegt. Die Routiniers geben im und abseits des Feldes nützliche Tipps. Ich hoffe, dass ich das im Nationalteam weitergeben kann."

Zum Grunddurchgangsfinale wird vom 21. bis 23. Juni in Hard gegen die Türkei, Niederlande und Tschechien gespielt (jeweils 17.25 Uhr). Warm hofft auf Unterstützung von voll besetzten Tribünen.

Kompetenzzentrum in Klagenfurt

Aus Gruppe A kommt nur der Sieger fix ins Final Four, aus Pool B das neben der Türkei beste Team. Dazu kommt die bessere der beiden nächsten Mannschaften, das kann in Gruppe B also auch der Drittplatzierte sein.

National entsteht in Klagenfurt bis Jahresende auf 2.500 m² ein Kompetenzzentrum für Volleyball und Beach-Volleyball. Es wird 13,8 Meter hoch sein (mindestens 9 m sind vorgeschrieben) und vier Spielfelder beinhalten.

ÖVV-Präsident Peter Kleinmann: "Das wird eine ausgezeichnete Halle für Training, Länderspiele und Events." Warm: "Das wird eine Infrastruktur, um Volleyball in höchster leistungssportlicher Ausprägung anzubieten."

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