ÖVV-Herren verabschieden sich mit Sieg

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Chania/Kreta - Mit einem Erfolgserlebnis haben Österreichs Volleyball-Herren am Sonntag die European League abgeschlossen.

Die ÖVV-Truppe, die sich auf die Heim-EM im September (10. -18.) vorbereitet, setzte sich in Chania auf Kreta gegen die Hausherren in nur 77 Minuten klar mit 3:0 (19,17,21) durch und durfte über den ersten Auswärtssieg einer rot-weiß-roten Auswahl jubeln.

"Wir waren äußerst konsequent", freute sich Teamchef Michael Warm.

Die Anreise noch in den Knochen

Nach dem 0:3 am Samstag zeigten sich Daniel Gavan und Co. im zweiten Duell von einer ganz anderen Seite, vor allem in Service und Annahme agierte man trotz 35 Grad Celsius in der Halle wesentlich erfolgreicher.

"Gestern haben wir schon auch die Anreise gespürt", erklärte sich Warm das veränderte Bild.

Die Teilnahme an der European League erfüllte für ihn seinen Zweck, auch wenn man die Gruppe B mit 2 Siegen in 12 Spielen nur als Vierter hinter Griechenland, den Niederlanden und Spanien abschloss.

Und es geht weiter...

Nach fast zweieinhalb Monaten Intensivvorbereitung gehen Spieler und Betreuer nun in eine zweiwöchige Pause.

"Das ist dringend notwendig, es warten sechs harte Wochen auf uns", sagte Warm, der seine Spieler freilich mit detaillierten Trainingsplänen ausgestattet hat.

Vor der EM warten dann noch zehn teils hochinteressante Testspiele auf Rot-Weiß-Rot, darunter drei Partien gegen Weltmeister Brasilien.

An Breite gewonnen

Die Zwischenbilanz bei Warm fällt aber schon jetzt recht positiv aus.

"Die spielerische Entwicklung ist sehr erfreulich", meinte Warm, der auch den zahlreichen Verletzungen, die den Beginn der Vorbereitung prägten, Positives abgewinnen konnte.

"Das hat uns zwar zurückgeworfen, aber der Kader ist dadurch auch breiter geworden."

Das Konzept im Auge

In seiner Einschätzung im Hinblick auf die Chancen beim Großereignis, wo man in Gruppe A in Wien auf Serbien, Slowenien und die Türkei trifft, hat sich für Warm aber nichts geändert.

"Wir sind im zweiten Jahr des Aufbaus, da kann man nicht erwarten, dass wir zum Titelfavoriten avancieren. Wichtig ist, dass wir in den nächsten Jahren konzeptuell gut arbeiten - auch unter Einbindung der Basis. Und da habe ich ein gutes Gefühl."

Das gute Gefühl wird auch von den Auslands-Transfers von Peter Wohlfahrtstätter (Antwerpen) und Thomas Zass (Paris Volley) genährt.

Warm: "Das ist enorm wichtig und zeigt, dass Österreich auf dem Volleyballmarkt wahrgenommen wird. Und es zeigt auch die Wertschätzung, die unserer Arbeit entgegengebracht wird."

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