Österreich gegen Polen erwatungsgemäß chancenlos

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Die ÖVV-Herren mussten sich acht Tage vor Beginn der EuroVolley 2011 in der gutgefüllten ASKÖ-Halle Graz Eggenberg EM-Titelverteidiger Polen in 78 Minuten 0:3 (15:25, 24:26, 17:25) geschlagen geben.

ÖVV-Headcoach Michael Warm begann mit Oliver Binder, Daniel Gavan, Gerald Reiser, Simon Frühbauer, Thomas Zass, Philip Schneider und Libero Fred Laure.

Guter Start

Österreich konnte zu Beginn mit einer gut eingespielten und sehr servicestarken polnischen Mannschaft mithalten. Bei 14:14 legten die Gäste allerdings eine Serviceserie hin. Der erste Satz ging so deutlich an den Europameister.

Angetrieben vom Publikum kam Rotweißrot aber besser ins Spiel, konnte sogar auf 11:5 davonziehen. Doch die Polen ließen sich davon nicht beeindrucken.

Im Stile einer Klassemannschaft gelang es ihnen, den Rückstand wettzumachen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste schließlich knapp das bessere Ende für sich hatten.

Zass wieder Topscorer

Auch im dritten Satz konnte die ÖVV-Auswahl mit dem Favoriten zunächst mithalten. Vor allem Topscorer Zass bot eine starke Leistung und stemmte sich am Block vehement den Polen entgegen.

 Schließlich setzte sich aber der Europameister von 2009 doch souverän durch. Im dritten Satz begingen die Polen lediglich einen Eigenfehler, was die Klasse dieser Mannschaft widerspiegelt.

Bestbesetzung erhält Auszeit

Am Samstag trifft erneut eine ÖVV-Auswahl um 19:30 Uhr in Graz auf Polen.

Während allerdings am Freitag die aktuelle Bestbesetzung am Feld stand, werden am zweiten Spieltag jene Spieler zum Einsatz kommen, die zuletzt weniger Spielpraxis sammeln konnten.

„Die Grundsechs wird sich regenerieren. Andere Spieler haben die Möglichkeit, sich im Wettkampf zu präsentieren“, erklärt Warm. Unter anderem werden vom Teamkader der zuletzt verletzte Michael Laimer sowie Peter Wohlfahrtstätter und Lukas Weber zum Zug kommen.

ÖVV-Teamchef Michael Warm: „Ich denke, wir sind gut gestartet, haben auch bei der ersten technischen Auszeit noch geführt, dann ist uns aber etwas das Fundament weggebröckelt. Die Polen haben sehr dominant gespielt und uns viel beschäftigt."

"Uns ist es nur phasenweise gelungen, Druck auszuüben. Man muss aber das Niveau der Polen anerkennen. Das ist ein anderes Level. Mehr beschäftigt mich, dass die Mannschaft im Vorfeld nicht die nötige Ruhe gefunden hat. Bei der EM wird allerdings der Trubel noch größer sein. Kurzfristig wird es jetzt darum gehen, den Stress von der doch international noch recht unerfahrenen Mannschaft fernzuhalten.“

Österreich - Polen 0:3 (15:25, 24:26, 17:25)
Spieldauer: 78 Minuten
Topscorer: Zass 19, Schneider 9, Gavan 7, Frühbauer 5 bzw. Janeczek 17, Gierczynski 11

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