Ein Titel mit viel "positiver PR"

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Ein Tag zum Beine hochlegen. „Das haben sie sich verdient“, meinte Stefan Chrtiansky.

Nach dem Titelgewinn in der Mitteleuropa-Liga (MEL), dem zweiten in der Vereinsgeschichte, gab der Trainer von Hypo Tirol seinen Spielern am Montag frei.

„Nach der Champions League, wo wir schon davor gewusst haben, dass der Aufstieg wohl kaum möglich ist, war das das wichtigste Saisonziel für uns“, erklärt Chrtiansky die Bedeutung des Erfolgs.

Auf einem guten Level

Das 3:1 im Finale gegen ACH Ljubljana stand für die Tiroler im Zeichen der Revanche. Revanche für die Endspielpleite aus dem Vorjahr, wo die Innsbrucker vor eigenem Publikum dem Klub, der damals noch ACH Bled hieß, unterlag.

„Der Sieg ist eine Sache, aber vor allem freut mich das Niveau“, sah Chrtiansky auch einen starken Gegner, der heuer noch im CEV-Cup-Halbfinale vertreten ist. „Es zeigt den Stellenwert des Titels, womit er über die österreichische Meisterschaft zu stellen ist. Die haben wir zwar noch nicht gewonnen, ich rechne aber damit.“

Gute PR

Chrtiansky stand während des Final Fours im slowakischen Humenne unter besonderer Beobachtung.

 Denn seit vergangenem Herbst ist er im Zweitjob Teamchef der Slowakei. Diesen hat er nach deren fünften Platz bei der EuroVolley in Österreich und Tschechien übernommen.

„Mich freut, dass Fans und Fachleute sehen konnten, was ich als Klub-Trainer leiste. Für mich eine sehr positive PR“, ist sich Chrtiansky der Wirkung bewusst. Mit Genuss verfolgte er deshalb auch die Medienberichte in seiner Heimat.

Die beste Medizin

Doch zu lange dürfen Chrtiansky und seine Spieler die Beine nicht hochlegen. Bereits am Mittwoch beginnt die „Best of five“-Halbfinalserie in der Austrian Volley League zu Hause gegen Union Arbesbach.

Dass seinen Spielern noch das Final Four in den Knochen stecken könnte, glaubt der Stratege nicht. „Erfolg ist die beste Medizin gegen Müdigkeit. Ich mache mir keine Sorgen gegen Arbesbach.“

Im zweiten Halbfinale zwischen Aich/Dob und Amstetten ist die Favoritenrolle nicht so klar verteilt. Wen erwartet Chrtiansky als Finalgegner? „Ich rechne damit, dass sich Aich/Dob durchsetzt. Ein Spiel kann Amstetten schon gewinnen, aber in einer Serie wird sich die größere Routine durchsetzen.“

Reinhold Pühringer

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