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Warm hat seine Stammaufstellung schon im Kopf

Der Countdown für die EuroVolley 2011 befindet sich in der vorletzten Woche, das österreichische Nationalteam in der finalen Vorbereitung auf den Heim-Event.

Nach den Niederlagen in den inoffiziellen Länderspielen am Wochenende in Belgien hat der ÖVV-Kader am Montag dort noch trainiert, während Teamchef Michael Warm in offizieller Teamkleidung mit dunklem Anzug, weißem Hemd und orangener Krawatte bei der letzten Pressekonferenz vor dem Titelkampf sein Team auf einem guten Stand sah.

"Der Berg ist hoch"

"Die Form und Entwicklung der Spieler wird immer besser", erklärte der Deutsche beim Medientermin im Schweizerhaus des Wiener Praters.

"Aber noch immer ist der Berg hoch, auf den wir hinaufwollen."

Den bis zum Gipfel zu erklimmen, ist in den verbleibenden eineinhalb Wochen bis zum EM-Auftaktspiel am Samstag nächster Woche (10. September, 15.30 Uhr) in der Wiener Stadthalle gegen Slowenien nicht möglich. Das war aber auch nicht der Plan.

Doch der Zwischenschritt Heim-EM soll den Status quo des Aufwärtstrends der österreichischen Herren-Equipe aufzeigen, am besten mit dem Aufstieg aus der Gruppenphase.

Neue Erkenntnisse

Die Belgien-Matches brachten Warm wieder neue Erkenntnisse für sein bis Olympia 2016 angelegtes Konzept.

"Beim 1:4 am ersten Tag haben wir gesehen, dass wir gegen einen uns unbekannteren Gegner noch nicht so weit sind, unser Spiel perfekt zu spielen. Mit dem Know-how aus diesem Match ging es am zweiten Tag aber viel besser."

Die jeweils auf 25 gewonnenen ersten beiden Sätze der 2:3-Niederlage seien laut dem Coach das bisher Beste der ÖVV-Equipe unter seiner knapp eineinhalbjährigen Führung gewesen.

Danach hat er durchgetauscht, um allen Kaderspielern Matchpraxis zu geben. 16 Akteure sind derzeit dabei, am Tag vor dem EM-Auftakt wird Warm seinen 14-köpfigen EM-Kader bekanntgeben.

Seine Grund-Sechs hat der 43-Jährige jedoch schon gefunden.

 

Warm hat seine AStrataufstellung schon gefunden

Die Start-Sechs

Oliver Binder als Aufspieler und Thomas Zass als Diagonal-Angreifer sind unumstritten, als Mittelblocker sind Kapitän Daniel Gavan und Gerald Reiser eingeplant.

"Philipp Ichovski hat gegen Belgien aber gut gespielt", machte Warm dem VCA-NÖ-Spieler Hoffnung. Auf den zwei Positionen in Annahme/Außenangriff ist Frankreich-Legionär Philipp Schneider gesetzt.

Um den letzten Platz in der Standard-Aufstellung kommen Simon Frühbauer und Marcus Guttmann infrage. Einser-Libero ist Frederick Laure.

Drei Spiele Restprogramm

Drei der mehr als zwei Dutzend ÖVV-Länderspiele in der seit Mai laufenden EM-Vorbereitung stehen noch aus.

Am Freitag erfolgt ab 19.30 Uhr in Grazer ASKÖ-Halle der Härtetest gegen Europameister Polen, wobei Warm wie auch bei den inoffiziellen Tests nächste Woche am Dienstag (15.30) und Mittwoch (20.00 Uhr) in der Wiener Stadthalle gegen Belgien nicht voll auf Ergebnis spielen will.

Warm: "Die Spiele sind reine Form-Checks, es sind harte Trainingswettkämpfe. Wir werden mit viel Risiko spielen."

Tschechiens Erwartungen

Co-Veranstalter Tschechien hat seinen Härtetest am Wochenende bei einem Viernationen-Turnier in Kattowitz absolviert.

Gegen Turniersieger Italien und Russland setzte es Niederlagen, die Polen wurden aber 3:0 besiegt. Tschechiens Verbandspräsident Zdenek Hanik war 1999 bei der ersten Österreich-EM ÖVV-Teamchef, nun hofft er auf einen Podestplatz seiner Landsleute.

"In Tschechien ist man gewohnt, eine Medaille zu machen. 2001 waren wir daheim Vierte, da wollen wir anschließen."

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