Polen gegen Tschechien als Schlager

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Mit Ende der Gruppenphase der EuroVolley 2011 sind Montagabend in der Prager O2-Arena und der Innsbrucker Olympiahalle die EM-Lichter ausgegangen.

Am Mittwoch und Donnerstag geht es nur noch in der Wiener Stadthalle und der Karlsbader KV-Arena um die Ermittlung der Semifinalisten, ehe die Medaillen am Wochenende in Wien ausgespielt werden.

Hit der Playoff-Begegnungen zur Ermittlung der vier restlichen Viertelfinalisten ist am Mittwoch Tschechien gegen Polen in Karlovy Vary (15.00 Uhr).

Schwächelnder Titelverteidiger

Die Tschechen als nach dem Ausscheiden Österreichs einziger im Turnier verbliebener Co-Veranstalter sind gegen den Titelverteidiger keineswegs Außenseiter, auch wenn sie am Montag vor den Augen von Staatspräsident Vaclav Klaus von Russland 3:0 abgefertigt wurden.

Denn die Polen verdanken es nach zwei Niederlagen nur der Schwäche der Deutschen, dass sie noch dabei sind. Ein polnisches Plus ist die Fan-Unterstützung, die Partie in Karlovy Vary könnte für die Tschechen zu einem halben Auswärtsspiel werden.

Finnische Fans kommen nach Wien

Interessant verspricht auch das erste Wien-Match zwischen Slowenien und Finnland zu werden (15.30).

Während die Slowenen mit zwei Siegen und einem Satzgewinn gegen Serbien ihren Vorschusslorbeeren bisher gerecht worden sind, begeisterten die Finnen unter ihrem italienischen Coach Daniel Castellani mit ihrem erfrischendem Spiel.

Ihre rund 600 mitgereisten Fans hatten schon vor der EM für Wien gebucht, werden die Stadthalle mit Leben erfüllen. Leichter Favorit ist jedoch das slowenische Team.

Türkischer Informationsvorsprung

Danach tritt um 20.10 Uhr die Türkei in nun schon gewohnter Umgebung gegen Frankreich an. Dem Vize-Europameister drohte am Montag das Ausscheiden, letztlich zogen sich die Franzosen mit einem 3:2 gegen Italien aber glänzend aus der Affäre.

Leicht dürfte es gegen die Türken deswegen aber nicht werden, vor allem wegen deren Coach Veljko Basic.

Der hat 25 Jahre in Frankreich gelebt und ist darüber hinaus bekannt dafür, seine Mannschaft perfekt auf den jeweiligen Gegner einstellen zu können.

Außenseiter Estland

Für das zweite Match in Karlovy Vary kommt Bulgarien aus Prag, um mit Estland eine vermeintlich leichte Aufgabe vorzufinden.

Die Balten feierten am Montag mit dem durch ein 3:0 über Portugal fixierten Aufstieg ihren bisher größten Erfolg. "Wir haben uns den gesamten Sommer über darauf vorbereitet,", erklärte der estnische Kapitän Kert Toobal zum Sieg, "um in so einer Entscheidungspartie bestehen zu können."

Der Viertelfinal-Einzug wäre aber eine Sensation, kamen doch die Bulgaren zuletzt gut in Schuss.

Überraschungsteam Slowakei

Nur zum Auftakt gegen die Slowakei hatte es für sie nach Auslassen von Matchbällen ein 2:3 gesetzt.

Die vom ehemaligen Tirol-Meistercoach Emanuele Zanini betreuten Slowaken mauserten sich vom chancenreichen Außenseiter zum Medaillenanwärter, nur die Russen und Serben sind sonst noch unbesiegt.

Mit dem Sieger aus Tschechien gegen Polen wird für sie im Donnerstag-Viertelfinale jedoch eine weitere harte Prüfung warten. Die Russen werden in ihrem Viertelfinale Favorit sein, ob gegen Bulgarien oder Estland.

Pause für Serbien

In den Wien-Viertelfinali wird Serbien gegen Frankreich oder die Türkei wieder mit seinem gegen die ÖVV-Truppe geschonten Star Ivan Miljkovic spielen.

"Ich erwarte mir Frankreich", sagte Coach Igor Kolakovic. "Das wird ein sehr hartes Match. Gut, dass wir uns zwei Tage lang darauf vorbereiten können." Italien wird sich gegen Slowenien oder Finnland anstrengen müssen.

"Wir müssen uns vor allem zu Satzbeginn steigern", räumte Chefcoach Mauro Berrutto ein. "Gegen Frankreich hatten wir da sichtliche Probleme."

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