Frankreich feiert Auftaktsieg über Finnland

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Die Gruppe A der Volleyball-Herren-EM ist am Samstag in der Wiener Stadthalle mit Favoritensiegen gestartet, und damit auch mit einer Niederlage des österreichischen Teams.

Die ÖVV-Truppe bezog gegen Slowenien ein 0:3 (-20,-21,-20), die Türkei gewann am Abend beim 0:3 (-16,-18,-20) gegen Serbien ebenfalls keinen Satz.

Die erwarteten Sieger gab es auch mit Russland und Tschechien in Gruppe B, Frankreich und Italien in Pool C sowie Polen in Gruppe D, in der jedoch auch Bulgarien nicht programmgemäß verlor.

Frankreich mit Mühe
In der Innsbrucker Gruppe C forderte Außenseiter Finnland unter seinem italienischen Coach Daniel Castellani Vize-Europameister Frankreich beim 1:3 voll, musste sich in der Olympiahalle in den Sätzen drei und vier nur mit zwei Punkten Unterschied geschlagen geben.

Dementsprechend enttäuscht war der finnische Kapitän Tuomas Sammelvuo nach der Partie: „Wir haben gut verteidigt und gut serviert, aber wenn man die Chancen die einem geboten werden nicht nutzt, dann verliert man eben.“

"Das Glück war auf unserer Seite"

Genau gegenteilig war die Gefühlslage hingegen bei seinem französischen Konterpart Pierre Pujol: "Beide Teams wussten, dass das erste Spiel sehr wichtig ist und dementsprechend nervös sind wir aufgetreten. Am Ende war das Glück aber auf unserer Seite."

Unmittelbar nach dem nervenaufreibenden Spiel sehnte sich der 27-Jähirge nach Ruhe: "Die Anspannung auf die Auftaktpartie war so groß, dass ich nun sehr müde bin. Nach dem Erfolg hoffe ich aber mehr als vier Stunden schlafen zu können."

Auch Italien war gefordert

Sechsfach-Europameister Italien hatte mit Belgien auch seine liebe Mühe, nach verlorenem ersten Satz setzten sich die "Azzurri" vor einer enttäuschend schütteren Kulisse von nur 1.500 Zuschauern jedoch noch 3:1 durch.

"Wir haben Belgien sicherlich nicht unterschätzt. Am Anfang war einfach zu viel Anspannung in der Partie. Erst im zweiten Satz haben wir begonnen unser Spiel zu spielen," resümierte Cristian Savani, der Kapitän der Südeuropäer.

Tschechien drehte Partie

Hart zu kämpfen hatte auch Co-Veranstalter Tschechien in Gruppe B. In Karlovy Vary (Karlsbad) geriet der dreifache Ex-Europameister gegen Portugal mit 1:2-Sätzen in Rückstand, ehe die Hausherren im entscheidenden fünften Durchgang denkbar knapp mit 15:13 den 3:2-Erfolg sicherstellten. Am Nachmittag hatte Titelfavorit Russland beim 3:0 gegen Estland überhaupt keine Probleme gehabt.

Nemec glänzt bei Slowakei-Sieg

In der Prager Gruppe D musste mit dem EM-Dritten Bulgarien doch ein Großer daran glauben, auch wenn das 2:3 gegen die Slowakei nur eine halbe Überraschung ist. Die Mannschaft aus Österreichs Nachbarland zählt seit seinem Gewinn der European League im vergangenen Juli wie Slowenien zu den chancenreichen Außenseitern. Herausragender Mann auf Seiten der Slowaken war Italien-Legionär Martin Nemec, dem beeindruckende 33 Punkte gelangen.

Schließlich feierte Polen gegen Deutschland einen 3:1-Erfolg, nachdem sich der Titelverteidiger zuletzt in einer Formkrise befunden hatte.

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