Hypo Tirol dürstet nach erstem CL-Punkt

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Als Stefan Chrtiansky das neue Jahr beging, fasste er ein paar Vorsätze. Die Champions-League-Saison nicht mit null Punkten abzuschließen, lautete einer davon.

„Das wird allerdings alles andere als einfach“, weiß der Trainer von Volleyball-Meister Hypo Tirol nur allzu gut.

Seinen Innsbruckern bleiben in Pool E nur noch zwei Möglichkeiten, ein punkteloses Ausscheiden abzuwenden. Die erste davon am Donnerstag im Heimspiel gegen Lokomotive Novosibirsk (ab 20:15 Uhr bei LAOLA1.tv im LIVE-Stream).

Neuer Diagonalangreifer

Das Hinspiel verlor Hypo nach der weitesten  Auswärtsreise der Vereinsgeschichte klar mit 0:3. Auch vor dem zweiten Aufeinandertreffen spricht nicht viel für den ÖVV-Klub.

„Sie sind großartig in Form, haben in der Champions League zuletzt Fenerbahce Istanbul klar geschlagen und zuletzt das Finale des russischen Cups gewonnen“, weiß Chrtiansky. Zudem hat  sich Novosibirsk mit dem kubanischen Diagonalangreifer Michael Sanchez Bozhulev verstärkt. „Ihn zu stoppen, wird nicht leicht.“

Wetter zum Spazierengehen

Ob die favorisierten Russen die Tiroler vielleicht ein wenig unterschätzen?

Chrtiansky glaubt nicht. „Sie sind bereits einen Tag früher angereist. Sie nehmen die Partie sehr ernst. Denn wenn sie gewinnen, sind sie fix weiter und können sich am letzten Spieltag mit Macerata um den Gruppensieg matchen.“

Die weite Anreise zählt der Slowake nicht als großen Vorteil. „Sicherlich musst du fünf Stunden Zeitumstellung erst einmal verdauen, aber die haben ja regelmäßig so weite Auswärtsfahrten und deshalb bereits eine gewisse Routine.“

Auch Wettergott Petrus scheint derzeit für die Gäste zu spielen. Doch auch wenn der Winter den Westen Österreichs mittlerweile fest in seiner weißen Hand hat, ist man noch Welten von den Temperaturen in Novosibirsk entfernt.

„Dort hatte es um Weihnachten minus 30 Grad. Ich glaube, die Lokomotive-Spieler werden unseren Winter als angenehmes Wetter zum Spazierengehen empfinden“, schmunzelt Chrtiansky.

Gute Darbietungen

Hoffnung, dass es gegen Novosibirsk dennoch mit dem ersten Punktgewinn klappt, macht der Umstand, dass bei Tirol alle Spieler fit sind, und die Leistungen gegen Gruppen-Favorit Macerata trotz der beiden 1:3-Niederlagen ansprechend waren.

„Da hat nicht viel gefehlt, dass wir zumindest einen Zähler mitnehmen. Daran wollen wir anschließen.“ Das letzte Gruppenspiel bestreiten die Innsbrucker am 18. Jänner auswärts gegen Fenerbahce Istanbul.

Reinhold Pühringer

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