Die Champions-League findet ohne Österreich statt

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Österreichs Volleyball ist in der Champions League der Herren im Play-off der Top zwölf nicht vertreten.

Nach einem 1:3 von Meister Hypo Tirol in Gruppe F in Tschechien bei Budejovice unterlag Vizemeister Aich/Dob in Gruppe D in Klagenfurt VfB Friedrichshafen gar 0:3. Damit haben beide Teams keine Chance mehr auf die Top zwei in der Gruppe.

Voraussetzung dafür wäre jeweils ein 3:0- oder 3:1-Sieg gewesen

Coach nach der Partie sauer

Die Innsbrucker unterlagen am Mittwoch nach fünfwöchiger Pause der europäischen "Königsklasse" bei Ceske Budejovice 1:3 (-22,-23,21,-23), womit sie nicht mehr auf den erhofften zweiten Tabellenplatz kommen können.

Tirol-Coach Stefan Chrtiansky war alles andere als zufrieden. "So wie über die gesamte Champions-League-Saison bisher hat die Mannschaft leider gezeigt, dass wir, wenn es wichtig ist, unsere Leistung nicht bringen können und zu passiv agieren", erklärte der Slowake.

Die Leistungsträger hätten in wichtigen Momenten ausgelassen, im Angriff und am Block sei zu schwach agiert worden. "Solche Spiele entscheidet man in den wichtigen Phasen und das ist uns nicht gelungen."

Dass der dritte Platz in Gruppe F knapp vor den mit drei Punkten gleichauf liegenden Tschechen gehalten wurde, ist für die Tiroler wohl kaum ein Trost. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es am Dienstag (20.25 Uhr) in Innsbruck gegen Antwerpen.

Friedrichshafen konnte über einen ungefährdeten Sieg jubeln

Aich/Dob könnten Sieg nicht wiederholen

Die Spieler von Aich/Dob hatten nach dem 3:2-Sieg im ersten Spiel gegen Friedrichshafen noch Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Champions-League. 

Damals hatten die Kärntner nach einem 0:2 in Sätzen und drei abgewehrten Matchbällen noch gewonnen, diesmal blieb das 0:2 aber unbeantwortet. Im Gegenteil, nach zwei umkämpften Durchgängen brachen die Gastgeber im dritten Satz ein und gingen als klare Verlierer vom Parkett.

Rüffel für die Mannschaft

"Heute war unser Auftritt nicht Champions-League-würdig", meinte Aich/Dob-Manager Martin Micheu. "Einige Spieler haben sicher nicht das gebracht, was man bringen muss vor so einer Kulisse. Wir haben nicht an den Sieg, nicht an uns geglaubt."

Kritisch argumentierte auch Stütze Peter Wohlfahrtstätter: "Wir haben es ihnen zu leicht gemacht, das war ein Geschenk." Friedrichshafens Coach Stelian Moculescu sah aber auch in einer wesentlich besseren Leistung seines Teams als im "Hinspiel" den Unterschied.

Für Aich/Dob geht die Gruppenphase am Dienstag (19.00 Uhr) bei Olympiakos Piräus zu Ende. Die Griechen haben einen Punkt mehr auf dem Konto, womit die Chance der Bleiburger auf Gruppenrang drei noch gegeben ist.

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