Aich/Dob hofft auf "Wunder"

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Titel-Jubel würde Aich/Dob vor Problem stellen

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Titelverteidiger Hypo Tirol geht am Montag in der Innsbrucker USI-Halle gegen Posojilnica Aich/Dob als Favorit in das erste Spiel der Finalserie ("best of seven") der Austrian Volley League.

Trainer Stefan Chritiansky freilich warnte vor den Kärntnern: "Aich/Dob ist immer sehr gefährlich." Aich/Dob-Manager Martin Micheu jedenfalls glaubt an das "Wunder": "Wir sind ein ganz gefährlicher Außenseiter und haben die Chance, die ganz große Sensation zu schaffen."

Was spricht für Aich/Dob?

Was Micheu, der im März wieder einmal auch das Traineramt übernahm, vor der Neuauflage der Finalserie des Vorjahres zuversichtlich macht, sind vor allem zwei Dinge:

Zum einen kann man im Gegensatz zu 2011 in der neuen Heimhalle von Bleiburg spielen ("Das Publikum lebt bei uns mit. Das ist sicher ein Pluspunkt"), zum anderen hat man heuer mit keiner Personalmisere zu kämpfen.

"Nur Mittelblocker Michal Hruska fällt mit einem gebrochenen Finger aus, und auch er wird im Verlauf der Serie vielleicht noch einsteigen", meinte Micheu.

Hypo will Favoritenrolle annehmen

Chrtiansky hat die Gefahr erkannt. "Im vergangenen Jahr waren sie sehr ersatzgeschwächt, nun wird es sicher nicht leichter für uns", sagte der Tiroler, der mit der Favoritenrolle gut Leben kann. #

"Wir müssen das so annehmen, die Mannschaft ist sehr motiviert. Wir hatten auch schon im letzten Jahr die Favoritenrolle und sind sehr gut zurecht gekommen", meinte der Slowake, dessen Team mit dem Finaltriumph in der Mitteleuropaliga (MEL) über Ljubljana im März viel Selbstvertrauen tankte.

"Probleme überwunden"

Micheu ist vor dem zweiten Auftritt des Vereins in der Finalserie dennoch optimistisch, dass es möglich ist, den sechsten Titel der Innsbrucker zu verhindern.

Das von der Mannschaft im März nach dem Aus in der Mitteleuropaliga quasi erzwungene Ende von Trainer Igor Simunic habe keine Spuren hinterlassen.

"Die Probleme sind überwunden. Normalerweise toleriere ich so etwas als Manager nicht, aber die Kommunikation hat einfach nicht mehr gepasst", erklärte der langjährige Funktionär der Kärntner.

Titel als Problem

Das klare 3:0 in der Halbfinalserie ("best of five") gegen Amstetten macht ihn zuversichtlich. "Da haben wir super gespielt, besser als ich mir erwartet habe."

Sollte der Titel tatsächlich nach Kärnten gehen, stünde man freilich auch vor einem Problem. "Mehr können wir einfach nicht erreichen. Es wird ohnehin schwierig, das Budget zu halten. Und es wäre wohl sehr schwer, die Champions League zu heben", vermutete Micheu, der in diesem Fall freilich auch auf neue Sponsoren hofft.

Geänderter Modus

Leicht verändert ist im Vergleich zum Vorjahr der Serienmodus. So steigt zwar das Auftaktspiel der Serie bei den nach dem Grunddurchgang erstplatzierten Innsbruckern.

Dann wechselt der Schauplatz aber nicht alternierend, sondern müssen die Tiroler das zweite und das dritte Spiel auswärts in Bleiburg bestreiten, ehe man für die Partien vier und fünf (falls notwendig) wieder nach Innsbruck zurückkehren würde. Die sechste Partie wäre für Bleiburg, die siebente für Innsbruck angesetzt.

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