Mit der Achillesferse im Kopf

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Die Erfahrung in wichtigen Spielen. Das hatte Martin Micheu vor Start der AVL-Finalserie als größten Trumpf von Hypo Tirol bezeichnet.

Doch genau diese Abgebrühtheit war es, die im ersten Finalspiel mit 3:1 für Aich/Dob den Ausschlag gab. Insbesondere dann, als es eng her ging.

"Die Gegner hatten in den entscheidenden Phasen vielleicht den etwas kühleren Kopf", musste auch der Innsbrucker Libero Fred Laure zähneknirschend zur Kenntnis nehmen.

Den Sack nicht zugemacht

Wird der Kopf zur Achillesferse des Meisters? Tirols Manager schlägt in seiner Analyse des ersten Spiels der "Best of seven"-Serie zumindest ähnliche Töne an.

"Wir führen bis knapp vor Ende des ersten Satzes und dann machen wir den Sack nicht zu", verstand Hannes Kronthaler gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" seine Mannen nicht.

Bereits im ersten Satz wurde dieses Phänomen augenscheinlich. Da Aich/Dob "etwas zittrig" (O-Ton Gerald Reiser) in das Spiel fand, zogen die Gäste schnell auf 8:2 bzw. 15:12 davon. Hinten raus geriet der Tiroler Motor dann aber gehörig ins Stocken, weshalb der erste Durchgang mit 23:25 noch verloren ging.

"So etwas darf man nicht mehr hergeben", schüttelte Kronthaler den Kopf.

Rot für Gavan

Im zweiten Satz rehabilitierte sich Hypo mit Mühe 29:27. Ein Aufbäumen blieb in Folge aber aus. Gegen Ende der Partie kam beim Titelverteidiger dann auch noch Frust dazu.

Daniel Gavan sah vom Schiedsrichter aufgrund eines "Verbal-Fouls" gegen seine Person die Rote Karte.

Am Samstag (20:15 Uhr) hat Tirol in der Innsbrucker USI-Halle die Gelegenheit auszugleichen. Laure: "Und das werden wir auch."

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