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Kleinmann zurück - Sorgen aber noch da

ÖVV-Präsident Peter Kleinmann ist seit Sonntagabend aus seinem Kanada-Urlaub zurück, seine Sorgen um seinen Klub hotVolleys wurden in den eineinhalb Wochen aber nicht kleiner.

Der vor dem Abflug nach Übersee abgesetzte Hilferuf um Sponsoren hat keinerlei Auswirkung gezeigt, die Zukunft des Rekordmeisters ist weiter ungewiss.

Die für die Austrian Volley League 2 Ost gemeldet gewesene zweite Mannschaft der Wiener wurde bereits vom Bewerb zurückgezogen.

"Gekämpft wie Löwen"

Und zwar aus dem simplen Grund, dass die dafür vorgesehen Spieler nun in der Austrian Volley League ranmüssen.

Mit dem 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand am Samstag beim von ÖVV-Co-Trainer Thomas Schroffenegger gecoachten Mils durch die mit Spielern von maximal 20 Jahren versehene hotVolleys-Jungtruppe hat selbst Kleinmann nicht gerechnet.

"Wir waren überrascht, dass wir gewonnen haben", erklärte der 64-Jährige. "Aber die Burschen haben gekämpft wie die Löwen."

Teenager-Truppe

Der in den vergangenen Jahren landesweit erfolgreichste Nachwuchs hat damit ein Zeichen gesetzt. Dennoch würde es für den Rekordmeister in dieser Besetzung schwierig, als einer von elf Klubs die Top Acht und damit das Playoff zu erreichen.

Ein wirklicher Gradmesser dafür ist schon am Mittwoch (20.30 Uhr) das Heimspiel gegen Gleisdorf, die Steirer werden eher in der unteren Tabellenhälfte erwartet.

Mittelfristig müsste sich der Dritte der vergangenen Saison aber verstärken. Denn gegen die Steirer wird das Durchschnittsalter 17,5 Jahre betragen, der Älteste am Platz wird Florian Reisinger (20 Jahre) sein, der Jüngste Nenad Nikolic (16).

Frühbauer zurück nach Klagenfurt?

Doch daran ist derzeit nicht zu denken. "Wir müssen alles durchforsten und die Kostenwahrheit ergründen", meinte Kleinmann. "Wir müssen schauen, was wir können und dürfen."

Dabei sind auch die insgesamt 40 Nachwuchsteams nicht unantastbar. "Wir müssen Sponsoren suchen und finden, um den Spielbetrieb zu halten. Derzeit ist die Situation aber unverändert."

Daher ist von den Teamspielern Michael Laimer nach Enns gegangen, für Simon Frühbauer trudelte eine Anfrage aus Klagenfurt ein.

Ungewissheit um Binder

Mit dem loyal zu den hotVolleys stehenden Oliver Binder stand ein Gespräch noch aus, doch ist der Aufspieler für den Verein nicht zu halten.

Mit dieser Situation hat Kleinmann jedenfalls gerade nach der Heim-EM nicht gerechnet, nachdem er meist mit der Sponsorensuche erfolgreich gewesen war.

Pikant, dass am Sonntag nach den Herren auch Serbiens Damen EM-Gold geholt haben. Nachdem die Telekom nämlich bei ÖVV und hotVolleys ausgestiegen war, stieg die Tochterfirma Vip bei Serbiens Verband ein.

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