Aich/Dob "zertrümmert" Tirol

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Aich/Dob erzwingt Entscheidungsspiel

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Herausforderer Aich/Dob hat am Samstag die "best of seven"-Finalserie der Austrian Volley League (AVL) der Herren in ein entscheidendes siebentes Match gebracht.

Der Vizemeister gewann Partie sechs um den Titel in Innsbruck bei Meister Hypo Tirol unerwartet glatt 3:0 (20,21,22) und hat in der letzten Partie des Duells am Dienstag in Bleiburg (20.15 Uhr) nun den Bonus des Heimvorteils.

Tirol vergibt zweiten Matchball

Nach einem Auftaktsieg war Aich/Dob in der Serie 1:3 in Rückstand geraten, mit dem 3:1-Heimerfolg am vergangenen Mittwoch und dem nunmehrigen "Kantersieg" hat man die erfolgreiche Titelverteidigung der Tiroler aber vorerst zumindest zweimal vereitelt. Die Gäste traten in der Innsbrucker USI-Halle stabiler und viel konsequenter als die Gastgeber auf und gingen letztlich als hochverdienter Sieger vom Parkett.

"Ich war unglaublich nervös", erklärte danach Aich/Dob-Manager Martin Micheu. "Wir haben im Match wieder unglaubliche Vorsprünge verspielt. Dass wir so gewinnen können, dass wir sie so zertrümmern, habe ich aber nicht gedacht. Das war grandios." Den starken Sequeira bezeichnete Micheu als den besten Spieler der Finalserie. Nun freut er sich auf Dienstag. "Das wird jetzt ein Erdbeben erzeugen im Unterland."

"Habe Angst vor dem Gewinnen"

Libero Philipp Kroiss sieht dem großen "Showdown" aber beinahe mit einem kleinen mulmigen Gefühl entgegen. "Ich habe fast ein bisschen Angst vor dem Gewinnen", meinte der Teamspieler. "Es hat mir Martin Micheu schon jetzt beim Jubeln mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn wir Meister werden. Ich freue mich aber auf die Halle, die wird bersten. Die Chance steht 50:50."

Ernüchtert blickte natürlich Tirol-Manager Hannes Kronthaler auf die Partie zurück, eine solche Abfuhr hatte er sich ebenso wenig wie alle anderen Tiroler erwartet. "Ich muss Aich/Dob gratulieren, sie haben gut gespielt. Im letzten Satz haben wir noch einmal das Herz in die Hand genommen, aber da war es leider zu spät. Wenn man daheim 0:3 verliert, muss man schon zu überlegen anfangen."

Die Reise in den Süden hätte sich Tirol gerne erspart, nun müssen sie sich aber vorerst einmal wieder aufrichten. Kronthaler sparte nicht mit Kritik: "Wir machen technische Fehler, sind auch taktisch manchmal zu schlecht. Wir fangen auch zu spät an zu kämpfen." Letztlich schöpfte er aber Zuversicht: "Wir müssen uns wieder aufrichten und aufstehen. In Aich/Dob zu gewinnen, haben wir ja schon geschafft."

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