Zickenkrieg um Azarenka

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"So ein Verhalten ist nicht gut für unser Image"

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Zickenkrieg auf der WTA-Tour?

Der aktuell beeindruckende Erfolgslauf von Victoria Azarenka scheint bei der Konkurrenz leise Neiderscheinungen hervorzurufen.

Besonders die Polin Agniezska Radwanska hat mittlerweile so ihre Probleme mit der Weißrussin.

Die Weltranglisten-Fünfte wirft der aktuellen Nummer eins vor, vor zwei Wochen bei der Halbfinal-Partie in Doha eine Verletzung vorgetäuscht zu haben.

"Überrascht und enttäuscht"

Azarenka gewann damals 6:2, 6:4 gegen Radwanska und in Folge auch das Turnier.

„Ehrlich gesagt, war ich von ihr überrascht und auch ein bisschen enttäuscht“, gesteht Radwanska im Gespräch mit „tennischannel.com“.

Radwanska erwartet anderes Auftreten

„Sie hat das Match und das Turnier gewonnen, aber sie hat viel Respekt verloren. Denn ich glaube nicht, dass so ein Verhalten gut für das Image des Damen-Tennis ist“, meint die Polin, die Ende Februar beim Premier-Turnier in Dubai triumphierte.

„Auf dem Court kann viel passieren. Auf dem höchsten Level sollten derartige Dinge aber nicht vorkommen. Sie ist jetzt immerhin die Nummer eins und war davor viele Jahre in den Top 10“, erwartet Radwanska ein anderes Auftreten.

Azarenka im Jahr 2012 noch ungeschlagen

Azarenka drückte der bisherigen Saison bislang ihren Stempel auf. Neben den Australian Open gewann die 22-Jährige aus Minsk auch die Turniere in Sydney und Doha.

Mit 17 Siegen in 17 Spielen ist sie im Jahr 2012 noch immer ungeschlagen. Allerdings sagte Azarenka wegen einer Knöchelverletzung ihren Start in Dubai ab.

Azarenka kann Kritik nicht nachvollziehen

In Indian Wells greift sie nun erstmals seit fast einem Monat wieder zum Schläger. Die Kritik von Radwanska kann Azarenka nicht nachvollziehen. Böse sei sie ihr deshalb aber nicht.

„Sie ist für mich dasselbe Mädchen, wie sie es vorher war“, sagte Azarenka, die Radwanska am Dienstag über die Facebook-Pinnwand ganz normal zum 23. Geburtstag gratulierte.

„Das sind Emotionen, die in der Hitze des Gefechts entstehen. Ich nehme das nicht persönlich“, bleibt die Weißrussin cool.

Radwanska verweist auf Wozniacki

Radwanska sieht die ganze Geschichte nicht so locker. „Es ist wichtig, auf und abseits des Platzes fair miteinander umzugehen“, so die Polin, die auf ihre Freundschaft mit Caroline Wozniacki verweist.

„Sie ist meine beste Freundin. Wir können Tennis und Privatleben voneinander trennen.“

„Natürlich stehen wir beide an der Spitze und sind eigentlich Gegner, wenn wir auf den Platz kommen. Wir bleiben dabei aber professionell, sind fair und zeigen Respekt voreinander.“

Angstgegnerin von Radwanska

Azarenka entwickelte sich in diesem Jahr zu einer Angstgegnerin von Radwanska, die in der bisherigen Saison neben der Weißrussin sicherlich das stärkste Tennis zeigte.

In 20 Matches musste sich die Polin nur drei Mal geschlagen geben – und ihre Bezwingerin hieß jedes Mal Azarenka. 3:8 steht es mitterweile im Head-to-Head.

Wozniacki will sich nicht einmischen

Wozniacki, die sich mit beiden Spielerinnen gut versteht, will sich in den Streit übrigens nicht einmischen.

„Das müssen sich die zwei selbst ausmachen“, erklärt die Dänin, die am Ende des Tages vielleicht sogar als lachende Dritte aus dieser Geschichte hervorgeht.

Christian Frühwald

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