Errani und Petkovic im Semifinale, Klemenschits out

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Sara Errani, die Topspielerin des mit 250.000 Dollar dotierten WTA-Tennisturniers "Nürnberger Gastein Ladies", hat sich am Freitag mit einem hart umkämpften Drei-Satz-Sieg über die Südafrikanerin Chanelle Scheepers durchgesetzt.

Die 27-jährige Italienerin (WTA-14) siegte nach 1:30 Stunden 2:6, 6:2, 6:3 und steht im Halbfinale.

Zuvor gab es eine fast vierstündige Regenunterbrechung.

Errani übt nach Regenpause Kritik

"Es war sehr schwierig für mich und auch sehr gefährlich", kommentierte Errani, die bisher sieben WTA-Titel geholt hat.

"Das war ja ein Swimmingpool und kein Centre Court. Es bringt ja nichts, wenn wir uns verletzen und fünf Monate ausfallen."

Die Italienerin hätte auf eine Verschiebung des Viertelfinales in Bad Gastein auf Samstag plädiert.

Sie trifft sun auf eine der beiden überraschend ins Halbfinale gekommenen US-Amerikanerinnen: Qualifikantin Shelby Rogers setzte sich gegen Erranis als Nummer 7 gesetzte Landsfrau Camila Giorgi 6:1, 7:5 durch.

Petkovic überraschend gegen Min

Im zweiten Halbfinale von Bad Gastein stehen sich Andrea Petkovic (GER-4) nach einem 6:3,6:2 über Stefanie Vögele (SUI) und Grace Min (USA) nach einem 6:2,6:1 über Karolina Pliskova (CZE-8) gegenüber.

Auch der glatte Sieg von Min über die Tschechin war nicht erwartet worden.

Letzte Österreicherin out

Mit Sandra Klemenschits ist am Freitag im Damen-Turnier in Bad Gastein die letzte Österreicherin ausgeschieden.

Die Salzburgerin verlor mit ihrer deutschen Doppelpartnerin Mona Barthel gegen Paula Ormaechea/Dinah Pfizenmaier (ARG/GER) im Viertelfinale 4:6,2:6.

Klemenschits konnte damit ihren Turniersieg aus dem Vorjahr nicht erfolgreich verteidigen.

Abbruch am Donnerstag

Am Donnerstagabend war die Partie wegen Regens beim Stand von 3:3 unter- und schließlich bei 4:5 abgebrochen worden.

Klemenschits reagierte sauer: "Dass sie uns für drei Games nochmals rausschickten, war unverständlich."

Bei der Wiederaufnahme am Freitag waren Klemenschits/Barthel dann chancenlos.

"Dabei sind wir am Donnerstag mit 3:0 gut gestartet", sagte Klemenschits, "aber dann spielten sie fehlerfrei, wir machten hingegen ein paar zu viel."

Gute Erinnerungen an Bad Gastein

Trotz der Niederlage denkt Klemenschits immer gern an Bad Gastein. Im Vorjahr gewann sie in den Salzburger Bergen ihren ersten WTA-Titel mit der Slowenin Andreja Klepac.

2008 feierte sie nach dem tragischen Tod ihrer Schwester Daniel und ihrer eigenen Krebserkrankung hier ihr Comeback.

"Unglaublich! Das ist schon sechs Jahre her, und seitdem bin ich im Doppel immer in den Top 100 - auch nicht schlecht", meinte die 31-jährige Klemenschits.

Nächster Stopp in Istanbul

Klemenschits wird am Sonntag nach Istanbul fliegen und schließlich nach Baku und dort mit der Israelin Julia Glushko, die sie vom Turnier in Hertogenbosch (NED) kennt, antreten.

Glushko erreichte heuer in Paris die dritte Einzel-Runde.

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