Paszek: "Ich war schon ein bisschen deprimiert"

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Mit dem Turniersieg in Eastbourne gelang Tamira Paszek rechtzeitig vor dem Major in Wimbledon ein Befreiuungsschlag.

Die Vorarlbergerin sammelte nach zahlreichen Rückschlägen in der ersten Saisonhälfte nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch wichtige Punkte für die Weltrangliste.

Höchstdotierter Sieg einer Österreicherin

Zugleich war es der höchstdotierte Sieg, den eine Österreicherin je errang.

Im Interview spricht die 21-Jährige über ihre Gefühlslage, nachdem sie im Endspiel fünf Matchbälle von Gegnerin Angelique Kerber abwehren musste und am Ende in drei hart umkämpften Durchgängen triumphierte.

Frage: Herzliche Gratulation zu diesem großen Erfolg. Im Augenblick des Triumphs haben Sie sehr gefasst gewirkt, das Racket fallen gelassen und sich bekreuzigt. Was haben Sie in diesem Moment gefühlt?

Paszek: "Die Freude war riesengroß, es war einfach eine Riesenerleichterung. Ich habe versucht, jeden Punkt einzeln zu kämpfen, auch bei den fünf Matchbällen gegen mich. Ich habe versucht, meinen ganzen Fokus auf das Spiel zu legen."

Frage: Sie waren erstmals in einem Premier-Halbfinale und -Finale.  Was macht diesen Titel besonders?

Paszek: "Dass spezielle Menschen diesen Erfolg miterlebt haben. Meine Paten-Eltern leben in Eastbourne und waren da und mein Dad ist extra aus London angereist, um dabei sein zu können. Mein Paten-Onkel hat mir am Anfang des Turniers gesagt, 'Tamira, bring' den Pokal heim'. Ich habe da nur gelacht. Ich habe gedacht, ich möchte ein, zwei Matches auf Rasen vor Wimbledon gewinnen. Aber dann ging es von Mal zu Mal besser. Und jetzt steht der Pokal wirklich da."

Frage: Sie haben gegen drei gesetzte Spielerinnen in drei Sätzen gewonnen, die Partien alle umgedreht. Was war dabei Ihr größerer Bonus, Ihre Fitness oder ihre mentale Stärke?

Paszek: "Beides war gleich wichtig. Ich habe die Fitness, weil ich seit knapp einem Monat, seit Straßburg und den French Open gesund bin und beschwerdefrei trainieren kann. Es war schon oft eine große Überwindung und ich war auch schon ein bisschen deprimiert. Und Andrei (Anm.: Trainer Andrei Pavel) hat mich so gut motiviert, er hat einen großen Verdienst an diesem Titel."

Frage: Jetzt geht es für Sie gleich nach Wimbledon und dort gegen Caroline Wozniacki, die Nummer sieben des Turniers. Haben Sie sich über diese schwierige Auslosung schon Ihre Gedanken gemacht?

Paszek: "Um ehrlich zu sein, nein. Mein ganzer Fokus lag bisher auf dem Turnier in Eastbourne. Und das heute ist jetzt nur einmal mein Tag. Danke an alle meine Fans daheim. Ich werde das jetzt einmal in Ruhe genießen."

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