Radwanska gewinnt ohne Satzverlust in Miami

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Agnieszka Radwanska hat am Samstag mit ihrem Turniersieg in Miami ihren bisher größten Tennis-Erfolg gefeiert.

Für die unterlegene Russin Maria Sharapova war die Niederlage hingegen fast "business as usual", ging sie doch schon zum vierten Mal in Südflorida als Finalverliererin vom Platz.

"Eine Finalniederlage ist immer die schwerste. Ich hätte gerne gewonnen, aber es sollte einfach nicht sein", meinte Sharapoa nach dem 5:7,4:6.

Sharapova und Miami passen nicht zusammen

Bereits 2005 (Kim Clijsters/BEL), 2006 (Swetlana Kusnezova/RUS) und im Vorjahr (Victoria Asarenka/BLR) hatte Sharapoa in jeweils zwei Sätzen das Nachsehen gehabt.

Maria und Miami - das scheint einfach nicht zu passen. In der Geschichte der seit 1985 ausgetragenen Veranstaltung kommt lediglich Chris Evert ebenfalls auf vier Finalniederlagen (1985, 1987 bis 1989). Allerdings tröstete sich die US-Amerikanerin 1986 mit dem Turniersieg.

Für viele Journalisten war die erneute Niederlage von Glamour-Girl Sharapova sogar wichtiger als Radwanskas Sieg. Dabei ist die 23-jährige Rechtshänderin aus Krakau ein absolut würdiger Champion.

In keinem ihrer sechs Matches gab sie einen Satz ab und behielt bei Scharapowas drei Breakchancen die Nerven. "Ich war auf meinen Aufschlag fokussiert und bin froh, dass ich ihn kein einziges Mal abgegeben habe. Das war der Schlüssel", sagte Radwanska.

Radwanska schlug im Finish der Sätze zu

Die Polin nahm Sharapova jeweils zum Ende der Sätze das Service ab, gab keinen Ball verloren, lief selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen der gelben Filzkugel noch hinterher.

Sharapova hingegen schenkte vor allem mit ihrer wackeligen Rückhand viele Punkte her. "Sie hat einfach keine Fehler gemacht. Ich hatte meine Breakchancen, konnte diese aber im Gegensatz zu ihr nicht nutzen", meinte die Nummer zwei der Welt.

Für Sharapova war es nach den Australien Open und Indian Wells die dritte Finalniederlage des Jahres. Radwanska, Ende Februar bereits in Dubai erfolgreich, feierte den neunten Titelgewinn ihrer Karriere.

Vater reiste vorzeitig ab

"Ich habe wirklich gut gespielt - vom Anfang bis zum Ende. Es hat einfach alles geklappt, ich kann mich über nichts beschweren."

Ihr Vater und Trainer Robert konnte den größten Erfolg nicht live miterleben. Er hatte wohl selbst nicht mit dem Finaleinzug seiner Tochter gerechnet und daher sein Rückflugticket vorher gebucht.

Anstatt es kurzfristig zu ändern, stieg er zuversichtlich ins Flugzeug, um so das Endspiel wenigstens vor dem heimischen Fernseher verfolgen zu können. Seiner Agnieszka gab er nur eine Anweisung mit auf den Weg: "Du spielst so gut. Du weißt genau, was du zu tun hast."

Nächste Staion Charleston

In der ersten April-Woche steht nur das Sandplatz-Turnier in Charleston auf dem WTA-Turnierkalender, österreichische Damen sind nicht genannt. Radwanska ist vor der Australierin Samantha Stosur topgesetzt.

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