Mayr-Achleitner schlägt Lisicki

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Mayr-Achleitner sensationell im Linz-Achtelfinale

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Patricia Mayr-Achleitner schaffte am Mittwochnachmittag sensationell den Sprung ins Achtelfinale des Generali Ladies Linz!

Die 25-jährige Tirolerin besiegte die an acht gesetzte Deutsche Sabine Lisicki überraschend klar mit 6:1, 6:3.

Lisicki ist die Nummer 25 der Welt - noch nie zuvor schlug die ÖTV-Fedcupperin eine im Ranking so hoch klassierte Spielerin.

Nächste Gegnerin von Mayr-Achleitner, die als Weltranglisten-159. nur dank einer Wild Card den Sprung in den Hauptbewerb schaffte, ist die Kroatin Petra Martic.

"Ich weiß, dass ich es drauf habe"

"Ich weiß, dass ich es drauf habe. Es war schon in Wimbledon (vor drei Jahren 2:6,4:6, Anm.) eine knappe Sache, daher war der Respekt nicht so groß. Und vor heimischen Publikum spiele ich einfach wahnsinnig gern", freute sich Mayr-Achleitner über ihren überraschenden Erfolg über Lisicki.
 
"Ich habe stark angefangen, und ihr gleich ein Break genommen. Dann bin ich immer stärker geworden."
 
Für ihre weitere Karriere war der Sieg für die zuletzt von Schulterproblemen immer wieder geplagte Tirolerin, die am 8. November 26 wird, vielleicht sogar wegweisend.
 
"Es war für mich sehr wichtig, weil ich jetzt Monate nicht richtig trainieren habe können. Ich bin richtig stolz auf mich heute, und freue mich auf die nächste Partie."

Azarenka untermauert Favoritenstellung

Zuvor untermauerte Victoria Azarenka mit einer beeindruckenden Leistung ihre Favoritenstellung in Linz.

Die 23-jährige Weißrussin, die als erste aktuelle Nummer 1 der Damen-Tennis-Welt überhaupt ein Turnier in Österreich bestreitet, fegte die bemitleidenswerte Niederländerin Arantxa Rus in nur 66 Minuten mit 6:0,6:2 vor bereits rund 2.500 Zuschauern vom Center Court in der TipsArena.

Lange Turniersaison, Jetlag nach dem Finalsieg in Peking und ein eher kleiner Schauplatz: All das waren für die Weißrussin keine Ausreden. Sie bot eine starke Leistung und spielt auch in Linz die Hauptrolle um den Siegerscheck.
 
Azarenka über sich selbst überrascht
 
"Es hat sich auf dem Platz vielleicht nicht so gezeigt, aber ich fühle den Jetlag definitiv gerade jetzt", sagte Azarenka bei der Pressekonferenz.

"Aber ich habe wirklich gut gespielt und habe mich gut an die Bedingungen hier angepasst. Ich habe nicht erwartet, dass ich heute so gut spiele", resümierte die Weißrussin zufrieden.
 
Azarenka war mit einer Serie von 26 Siegen in Folge ins Jahr 2012 gestartet und durfte in Melbourne auch endlich über ihren ersten Major-Sieg jubeln.
 
Neuer Preisgeldrekord
 
Im Zuge ihrer tollen Saison, die nur von Serena Williams (bisher 6 Titel darunter, Wimbledon, US Open und Olympia-Gold) überboten wurde, hat Azarenka (vor Linz) bisher unglaubliche 6,916.920 US-Dollar (5,37 Mio. Euro) verdient und damit auch einen neuen Preisgeldrekord für eine Saison aufgestellt.
 
Die 1.725 Dollar vom Erstrundensieg in Linz sind da buchstäblich nur für die Portokasse.
 
"Das habe ich nicht gewusst, aber das ist ein guter Rekord. Ich bin sicher, meine Bankleute werden darüber glücklich sind. Und ich auch, ich werde mir etwas Hübsches kaufen können", meinte Azarenka.
 
"Das sind Schweizer, die investieren ziemlich smart", hat sie auch keinerlei Angst um Fehlspekulationen.
 
Keine Motivationsprobleme
 
Motivationsprobleme hat Azarenka jedenfalls keine, auch nicht mit einem so kleinen Turnier.
 
"Es war ein tolles Turnier hier in den vergangenen Jahren, man muss sich nur die Siegerliste anschauen. Es ist eine Ehre für mich, hier zu sein."
 
"Ich habe hier noch nie gewonnen, also ist die Motivation ziemlich groß", sagte Azarenka, die schon viel von diesem Turnier auf der Tour von Kolleginnen gehört hat.
 
"Ich würde hier gerne die Trophäe gewinnen und das Momentum aufrechterhalten."

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