"Es macht keinen Sinn mehr"

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Mayr-Achleitner will in Linz ihre Karriere beenden

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Kurz nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Nürnberger Gastein Ladies kündigte Patricia Mayr-Achleitner am Mittwoch in Bad Gastein ihr Karriereende an.

Als Grund gab die 28-jährige Tirolerin stechende Rücken-Schmerzen an, die sie bereits seit dem September des Vorjahres verfolgen.

„Ich hatte gehofft, dass es in Bad Gastein wieder geht“, sagte sie nach der 6:3, 2:6, 0:6-Niederlage gegen Anna Karolina Schmiedlova.

Schmerzen nach dem ersten Satz

„Der erste Satz war wirklich super. Da habe ich tolles Tennis gezeigt und auch sehr aggressiv gespielt. Wenn ich es aber nicht drei Sätze durchspielen kann, hilft es leider auch nicht. Leider Gottes habe ich nach dem ersten Satz wieder die alten Probleme mit dem Rücken bekommen.“

Dabei hatte Mayr-Achleitner im Vorfeld des Turniers alles daran gelegt, um endlich wieder fit und schmerzfrei in ein Turnier gehen zu können.

„Ich habe mich super vorbereitet und auch viele Therapien gemacht. Aber diese Schmerzen habe ich leider nicht in der Hand. Daran haben auch Schmerz-Tabletten nichts geändert. Da bin ich hilflos.“

„Ich kann mich einfach nicht mehr drehen. Bei der Rückhand geht es nicht mehr. Da bist du völlig aufgeschmissen“, beschreibt Mayr-Achleitner die auftretenden Probleme mit dem Iliosakralgelenk, wegen dem sie sich gegen Schmiedlova auch zwei Medical Time Outs nahm.

„Das Kreuz lässt es nicht mehr zu“

„Dieser stechende Schmerz ist aber nicht zu behandeln, das haben mir auch Physio-Therapeuten gesagt. Ich glaube, dass es mittlerweile chronisch ist.“

Von LAOLA1 aufgrund dieser Darlegungen mit der Sinnfrage konfrontiert, bestätigte Mayr-Achleitner bei der anschließenden Pressekonferenz die Rücktrittsgedanken.

„Das Kreuz lässt es nicht mehr zu, dass ich auf Challenger-Turniere gehe und viele Punkte hole. Das viele Reisen macht es nicht besser. Ich muss ja sogar für Flugreisen Tabletten schlucken“, erklärte die aufgrund ihrer körperlichen Probleme auf den 205. Weltranglisten-Platz abgestürzte Tirolerin.

In den letzten Monaten konnte sie aufgrund der Schmerzen teilweise nachts nicht mal mehr schlafen.

Platz 70 im WTA-Ranking

"Dementsprechend ist es eine überlegte Geschichte. Ich plage mich schon seit einem Jahr mit diesen Schmerzen herum. Ich liebe diesen Sport, aber wenn der Körper nicht mitspielt, macht es keinen Sinn."

Ihren größten Erfolg feierte die langjährige Fed-Cup-Spielerin 2011 mit dem Final-Einzug in Bad Gastein. Am 4. September 2009 erreichte sie mit Position 70 ihr Career High im WTA-Ranking.

In Baku und bei den US Open will sie jeweils noch in den Qualifikationsbewerben antreten.

„Sollte dann nicht irgendein Wunder passieren, wäre es schön, wenn ich in Linz mein letztes Turnier spielen könnte, weil ich an dieses Turnier sehr schöne Erinnerungen habe“, hofft sie auf eine Wild Card der Veranstalter und einen „würdigen Abschied.“

Christian Frühwald

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