LAOLA1: Aufgrund des unglücklichen Jahresbeginns 2013 mit vielen Problemen und Verletzungen hast du zu Saisonanfang kaum Punkte zu verteidigen und kannst im Ranking voll durchstarten.

Mayr-Achleitner: Ich habe 2013 erst im März begonnen. Bis Mai, Juni habe ich kaum Punkte zu verteidigen. Wenn ich gut spiele, kann es eigentlich nur vorwärts gehen. Kurz vor Bad Gastein war ich dann auch fünf Wochen verletzt. Es gibt viel Spielraum, es heuer besser zu machen. Ich muss nur gesund bleiben. Solange ich fit war, hat es ja schon 2013 ausgezeichnet funktioniert. Der Körper muss 2014 mitspielen.

LAOLA1: Du wirst heuer wahrscheinlich bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Hauptbewerb stehen. Ein zusätzlicher Motivationsschub?

Mayr-Achleitner: Darauf freue ich mich natürlich. Vor allem auf Australien, da ich ja im vergangenen Jahr gar nicht dabei war. Ich kann in den ersten Monaten alles im Hauptbewerb spielen.

LAOLA1: Du hast heuer trotz einiger sehr guter Ergebnisse nur 112.000 Dollar an Preisgeld verdient – auch finanziell wirst du heuer in andere Dimensionen vorstoßen können. Bleibt da nach so einem Jahr wie 2013 überhaupt etwas übrig?

Mayr-Achleitner: Wenn man verletzt ist und im Ranking zurückfällt, muss man leider wieder bei den kleinen Turnieren spielen und sich langsam wieder zu den großen Turnieren hinarbeiten, wo man richtig Geld verdienen kann. Es ist aber auch heuer nicht so schlecht gewesen. Ich habe viel in den verschiedenen Ligen gespielt und auch dort gut verdient. Zudem habe ich mit der Firma Simacek einen super Sponsor, der sowohl meine Reisen als auch meinen Trainer bezahlt, der auch nicht wirklich billig ist. Das spüre ich sicher weniger als andere Spieler. Dadurch kann ich auch ein bisschen freier aufspielen.

LAOLA1: Inwiefern hat dich der Aufstieg von Yvonne Meusburger gefreut, die ebenfalls schon sehr lange dabei ist und heuer erstmals den Sprung in die Top 50 geschafft hat. Kann man sich da etwas abschauen?

LAOLA1: Ist das deiner Meinung nach gerade beim Tennis ein Problem, weil hier jeder in einem gewissen Maße ein Egoist sein muss, da es ja ein Einzelsport ist?

Mayr-Achleitner: Einzelsportler tun sich im Team sicherlich ein bisschen schwerer. Manche Spieler, ich will hier keine Namen nennen, fordern dann doch gerne mal ein bisschen mehr Geld oder sonst etwas. Der Kapitän sollte meiner Meinung so stark sein, dass nur seine Entscheidung zählt. Ich bin der Meinung, dass man im Fed Cup einen starken Kapitän braucht, der alle Spieler führen kann und eine Respektperson ist – dann kommt es zu solchen Situationen gar nicht. Wenn ich Kapitän wäre  und mir spielt einmal eine Spielerin nicht, dann spielt sie mir die nächsten fünf Jahre auch nicht. Man muss manchmal eine gewisse Härte an den Tag legen. Dann führe ich halt ein jüngeres Team auf den Platz. Mit der Begründung abzusagen, dass es einem nicht in den Turnierplan passt, ist ja schon so eine Sache. Es passt niemandem in den Turnierplan. Weder einer Azarenka noch einer Radwanska.

LAOLA1: Hast du mit Waber darüber gesprochen?

Mayr-Achleitner: Wir haben schon viel darüber gesprochen. Er meint, dass er oft durch den ÖTV gebunden ist und das machen muss. Ich kenne mich da zu wenig aus, aber ich glaube, dass er es auch gerne so machen würde. Vielleicht nominiert er sie heuer aber nicht mehr und spielt mit dem Team vom letzten Jahr. Ich habe die Tamira sehr gerne, aber man sollte nicht das Gefühl haben, dass man nicht weiß, was im nächsten Jahr mit ihr ist. Man sollte ein Team haben, auf das man sich verlassen kann.

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