Azarenka und Görges im Finale von Linz

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Das Endspiel des mit 220.000 Dollar dotierten Generalie Ladies in Linz heißt Victoria Azarenka gegen Julia Görges.
 
Die Weltranglisten-Erste aus Weißrussland setzte ihren unwiderstehlichen Lauf nach dem Titel in Peking auch in Linz weiter fort und fegte Irina-Camelia Begu in knapp 72 Minuten mit 6:2,6:1 vom Court.
 
Nur zehn Games hat Azarenka in ihren vier Matches auf dem Weg ins Finale abgegeben, auch gegen Görges ist die Australian-Open-Siegerin 2012 Favoritin.
 
Die 23-Jährige gewann alle ihre zwölf seit dem gegen die US-Amerikanerin Serena Williams verlorenen US-Open-Finale bestrittenen Partien, ihr Tokio-Viertelfinale gegen die Deutsche Angelique Kerber musste sie w.o. geben.
 
Azarenka schwingt wieder das Tanzbein
 
In Linz zeigte Azarenka am Samstag neuerlich ihre zwei Gesichter - unerbittlich auf dem Platz, aber sehr locker nach dem Match.
 
Nachdem sie bei ihrem ersten Linz-Auftritt das Endspiel fixiert hatte, legte sie wie schon zuletzt erneut zur Freude des Publikums ein Tänzchen auf den Center Court.
 
   "Alles in allem war es eine gute Performance", konstatierte Azarenka und meinte freilich ihr Tennis. Die Weißrussin ist als erste aktuelle Nummer 1 des Damen-Tennis bei einem Turnier in Österreich am Start.
 
Azarenka vor Görges gewarnt
 
Für das Match um den mit 37.000 US-Dollar (28.527,37 Euro) dotierten Siegerscheck erwartet Azarenka eine schwierige Aufgabe.
 
"Das ist eine sehr starke Gegnerin. Wir haben schon oft gegeneinander gespielt, alles kann passieren", sagte Azarenka.
 
Im Head-to-Head führt die in diesem Jahr fünffache Turniersiegerin mit 3:1, die einzige Niederlage kam allerdings im Vorjahr in Stuttgart wegen einer Schulterverletzung zustande.
 
Görges fühlt sich in Österreich wohl
 
Julia Görges darf zumindest in der Nacht von Samstag auf Sonntag von ihrem insgesamt dritten und schon den zweiten Turnier-Erfolg auf österreichischem Boden träumen.
 
Die am 2. November 24 Jahre alt werdende Deutsche hatte ja 2010 in Bad Gastein ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour gewonnen - ein "Schicksal", das sie mit ihrer Landsfrau Andrea Petkovic (Siegerin 2009) teilt.
 
 Görges musste im ersten Halbfinale gegen Kirsten Flipkens, die in der Runde davor überraschend die zweifache Linz-Siegerin Ana Ivanovic (SRB-2) ausgeschaltet hatte, erstmals im Turnierverlauf einen Satz abgeben. Nach einem verpatzten ersten Durchgang setzte sie sich letztlich doch noch mit 1:6,6:2,6:3 durch.
 
"Ich bin zu Beginn viel zu schnell auf den Punkt gegangen und habe mir in den Ballwechseln zu wenig Zeit gelassen", wusste Görges den Grund für den langsamen Start.
 
 Gegen Azarenka ist sie freilich ebenfalls Außenseiterin. "Klar ist Vika als Nummer eins der Welt Favoritin", sagte die Deutsche, aber sie will ganz auf sich selbst schauen. "Ich weiß, wie gefährlich mein Spiel sein kann, wenn ich gut spiele."
 
Görges hat in einigen Wochen übrigens noch einen Eingriff geplant. Die kurzsichtige Weltranglisten-19. will sich einer Laser-Operation ihrer Augen unterziehen. "Ich hoffe, ich bin dann nicht mehr so ein Maulwurf", scherzte sie.

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