Babsi Haas verliert in Linz nach einem harten Kampf

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Barbara Haas hat am Dienstag nach verpatztem ersten Satz einmal mehr gezeigt, dass man mit ihr in Zukunft doch wird rechnen können.

Die 19-jährige Oberösterreicherin forderte die als Nummer 8 gesetzte Barbora Strycova (CZE) 2:18 Stunden lang und verlor letztlich nur knapp mit 0:6,7:6(5),4:6.

Das Achtelfinale beim Generali Ladies in Linz geht damit aber ohne Österreich in Szene.

Denn zuvor hatte sich Tamira Paszek, die wie Haas nur dank Wildcard im Hauptbewerb war, der Schweizerin Stefanie Vögele mit 4:6,5:7 beugen müssen.

Nervöser Start

Den ersten Satz in ihrem insgesamt dritten Hauptbewerb auf der Tour nach zweimal Bad Gastein (2012 und 2015) verpatzte Haas. Nach nur 23 Minuten war dieser gegen die Nummer 38 der Welt schon verloren.

"Ich habe leider einen katastrophalen Start gehabt. Ich war sehr nervös am Anfang, vielleicht brauche ich das nächste Mal eine Beruhigungstablette. Ich habe am Anfang nicht so sehr an mich geglaubt", analysierte der ÖTV-Teenager den ersten Durchgang.

Haas kämpft sich zurück

Als Haas im zweiten Satz schon mit 3:5 zurücklag, hätten nicht mehr viele mit einem noch so engen Match gerechnet.

"Ich habe dann gemerkt, dass ich voll mitspielen kann", sagte die ITF-Turniersiegerin von Podgorica (September/25.000 Dollar). Sie müsse aktiv spielen und zu den Bällen hingehen.

"Dann bewege ich mich auch viel besser, dann geht mein Spiel besser zusammen." Haas kämpfte sich ins Tiebreak und schaffte den Satzgleichstand.

Schneller 0:4-Rückstand in Satz drei

Allerdings geriet die von Jürgen Waber betreute Nachwuchshoffnung im dritten Satz rasch wieder mit 0:4 in Rückstand. "Schade, dass ich am Anfang des dritten Satzes den Anschluss verloren habe, vielleicht hätte die Sache sonst ein bisschen anders ausgeschaut."

Sie habe dann aber Punkt für Punkt gedacht und versucht, nicht an den Stand zu denken.

"Ich wollte jede Minute genießen und auch gegen so eine erfahrene Spielerin spielen, das bringt mich weiter", sagte Haas, die von etwa rund 2.000 Zuschauern am Ende sogar mit Standing Ovations verabschiedet wurde.

Zufriedener Coach

Letztlich zufrieden war auch Fed-Cup-Kapitän Waber.

"Es ist ein bisserl schade um den ersten Satz. Man kann durchaus stolz sein auf sie. Sie hat gezeigt, dass zwischen der Nummer 40 und der Nummer 240 gar nicht so viel Unterschied ist und sich vieles im Kopf abspielt."

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