Gastein 2013: Aufstebende Talente & etablierte Namen

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Auch heuer macht die WTA-Tour wieder in den Salzburger Alpen Station.

Schon seit dem Jahr 2007 ist das mit 235.000 Dollar dotierte Sandplatz-Event in Bad Gastein ein beliebter Fixpunkt im Turnierkalender.

Die ganz großen Namen sind für ein WTA-Turnier dieser Kategorie zwar außer Reichweite, dafür wartet das Starterfeld von Turnierdirektorin Sandra Reichel mit einer gewohnt guten Mischung aus etablierten Namen und aufstrebenden jungen Talenten auf.

Zudem befindet sich Lokalmadatorin Yvonne Meusburger gerade in Hochform. Die Vorarlbergerin musste sich am Sonntag beim Turnier in Budapest erst im Finale geschlagen geben. Vielleicht wird es in Bad Gastein etwas mit dem ersten Turniersieg.

LAOLA1 stellt fünf besonders interessante Spielerinnen im Kurz-Porträt vor.

Mona Barthel

Im Sog von Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Julia Görges kämpfte sich in den vergangenen Jahren mit Mona Barthel eine weitere Deutsche in die erweiterte Weltklasse. Die aktuelle Nummer 33 der Welt gilt als harte Arbeiterin und fühlt sich besonders auf Hartplatz wohl. Ihre Sandplatz-Saison ließ 2013 etwas zu wünschen übrig. Nur im Fed Cup konnte Barthel auf roter Asche einen Sieg einfahren – sonst setzte es nur Niederlagen. Auf Hartplatz lief es besser: Neben dem Turniersieg in Paris erreichte sie in Hobart das Endspiel.

Kristina Mladenovic

Mit Kristina Mladenovic kommt eine frischgebackene Grand-Slam-Siegerin nach Bad Gastein. Die junge Französin triumphierte an der Seite des Kanadiers Daniel Nestor im Mixed-Bewerb von Wimbledon. Die 20-jährige Rechtshänderin gilt allerdings auch als großes Talent im Einzel. Dies konnte man auch in Wimbledon sehen, als sie in Runde eins die Weltranglisten-Zweite Maria Sharapova in Bedrängis brachte. 2009 gewann Mladenvoic den Junioren-Bewerb der French Open. Im WTA-Ranking hat sich die von ihren Freundin „Kiki“ gerufene Blondine bereits auf Position 39 vorgearbeitet – Tendenz stark steigend.

Annika Beck

Ebenfalls als großes Talent gilt Annika Beck. Die 19-jährige Tochter zweier Chemie-Professoren aus Bonn sorgte heuer schon mehrere Male für Furore. Beim WTA-Turnier in Kattowitz erreichte sie das Halbfinale, in Nürnberg musste sie sich ihrer Landsfrau Andrea Petkovic im Viertelfinale nur ganz knapp im dritten Satz geschlagen geben. Als Weltranglisten-53. kratzt der Teenager bereits an den Top 50. Vielleicht kann Beck ja ausgerechnet bei ihrem Gastein-Debüt diesen Meilenstein schaffen.

Andrea Petkovic

Nein, leicht hatte es Andrea Petkovic in den vergangenen beiden Jahren wirklich nicht. 2012 konnte sie wegen eines Ermüdungsbruchs im Iliosakralgelenk im unteren Bereich des Rückens, einem doppelten Bänderriss und einem Riss des Innemeniskus nur wenige Turniere spielen. Erst heuer tastete sich die 25-jährige Tochter serbischer Einwanderer langsam wieder heran. Besonders auf Sand lief es schon sehr gut für die ehemalige Weltranglisten-Neunte: Nach dem Challenger-Titel in Marseille musste sie sich beim WTA-Event in Nürnberg erst im Endspiel der Rumänin Simona Halep geschlagen geben. In Bad Gastein fühlt sich Petkovic pudelwohl: Vor vier Jahren holte sie inmitten der Salzburger Alpen den ersten WTA-Titel ihrer Karriere. 

Mandy Minella

Im Vorjahr machte sich Mandy Minella in Bad Gastein einen Namen. Nach überraschenden Siegen über Carla Suarez Navarro (ESP) und Johanna Larsson (SWE) schaffte es die hübsche Luxemburgerin sensationell ins Halbfinale. Erst gegen die starke Yanina Wickmayer war dann Endstation. Minella stand heuer auch beim Sandplatz-Turnier in Marrakesh unter den letzten Vier. Auch in Salzburg ist der 27-jährigen Wahl-Pariserin durchaus wieder einiges zuzutrauen.

Christian Frühwald

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