Marathon an Meusburger

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Meusburger gewinnt Krimi, Mayr-Achleitner out

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Titelverteidigerin Yvonne Meusburger konnte am Dienstag in Bad Gastein gerade noch das Aus in Runde eins abwenden.

Die 30-jährige Vorarlbergerin zwang in ihrem Auftaktmatch beim Nürnberger Gastein Ladies die tschechische Qualifikantin Tereza Smitkova erst nach 2:51 Stunden mit 7:6 (9), 4:6, 7:5 in die Knie.

Im dritten Satz lag die ÖTV-Fedcupperin bereits mit 3:5 zurück, ehe sie das Blatt doch noch wenden konnte.

Meusburger, an Nummer sechs gesetzt, bekommt es nun mit der Südafrikanerin Chanelle Scheepers zu tun, die 6:1, 6:2 gegen Mariane Duque-Marino aus Kolumbien gewann.

Kurioser Matchball

Kurios verlief der Matchball: Bei einem Schlag der 19-jährigen Smitkova schrie ein Zuschauer auf, die Tschechin glaubte den Ball im Aus und Meusburger machte in Folge den Punkt. Der Schiedsrichter ließ den Ball trotz Protesten von Smitkova nicht wiederholen.

"Ich habe kurz überlegt, ob ich ihr anbieten soll, den Punkt wiederholen zu lassen. Aber in dieser Situation macht das wohl keiner", meinte Meusburger ehrlich. Ihre Kontrahentin konnte danach die Tränen nicht mehr zurückhalten.

"Eine eigenartige Partie"

"Irgendwie war es eine eigenartige Partie. Ich freu mich aber natürlich, dass ich gewonnen habe", meinte Meusburger nach einem Match, in dem beiden Akteuren einige unerzwungene Fehler unterliefen.

"Teilweise war ich zu kurz. Mir sind aber definitiv zu viele Eigenfehler passiert", zeigte sich Meusburger, Kraft aus der Tatsache zog, dass sie trotz schwacher Leistung den Sprung ins Achtelfinale schaffte.

"So eine Partie kann auch etwas Positives mit sich bringen. Wenn man enge Matches gewinnt, wird man im Kopf stärker", freut sich die Vorarlbergerin auf ihre nächsten Aufgaben.

Mayr-Achleitner unterliegt Svitolina

Weniger gut lief es am Dienstag hingegen für Patricia Mayr-Achleitner. Die Tirolerin unterlag der an fünf gesetzten Ukrainerin Elena Svitolina klar mit 1:6, 4:6.

"Es war ein schwieriges Match, noch dazu war es nicht ganz mein Wetter. Die Gegnerin ist einfach perfekt gestartet, sie hat von Beginn an druckvoll gespielt", analysierte die 27-jährige Mayr-Achleitner, der die kühlen Temperaturen plus Wind nicht behagten.

"Sie schießt auf alles"

"Sie schießt auf alles. Das ist auf dieser Höhe nicht ganz normal. Aber das liegt ihr scheinbar besser." Svitolina ließ auch im Vorjahr in Bad Gastein Mayr-Achleitner keine Chance (Viertelfinale), im heurigen April setzte sich die ÖTV-Spielerin in Marrakesch in drei Sätzen durch.

Mayr-Achleitner bekannte, dass sie sehr traurig sei nach dieser Niederlage. "Aber ich weiß das einzuschätzen. Trotzdem bleibt Bad Gastein für mich eines der Lieblingsturniere. Ich werde sicher wiederkommen."

Start der Hartplatz-Saison

Die Nummer 77 der Welt, die gehandicapt durch einen Bänderriss eine schwierige Vorbereitung auf die Sandplatzsaison hatte, haderte zudem auch mit Auslosungspech in dieser Saison: "Ich treffe immer wieder auf Gegnerinnen zwischen 30 und 40 in der ersten Runde. Irgendwie dreht sich das Glück aber", hoffte sie.

Die Sandplatz-Saison ist für die Tirolerin nun beendet. Sie fliegt am Samstag zum Turnier nach Istanbul, um sich auf die Hartplatzsaison mit dem Höhepunkt US Open in New York vorzubereiten.

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