"Istanbul ist eine große Ehre für mich"

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Angesichts der Fülle an Stars war es beinahe unausweichlich, dass eine Spielerin kurzfristig ihren Antritt beim Generali Ladies Linz 2011 absagen würde.

Dass diese Spielerin Andre Petkovic heißen würde, kam dann allerdings doch ein bisschen überaschend.

„Linz ist wirklich eines meiner absoluten Lieblings-Turniere. Es ist immer eine Freude, hier her zu kommen. Diesmal gab es aber wirklich keinen Ausweg“, entschuldigte sich die sympathische Deutsche am Dienstag in einer Journalisten-Runde. „Bevor das mit meinem Knie passiert ist, wollte ich ganz sicher spielen.“

Schmerzen nach Peking-Endspiel

Erst am Sonntag stand die Weltranglisten-Neunte im Endspiel von Peking, wo sie der derzeit überragend spielenden Polin Agniezska Radwanska in drei Sätzen unterlag.

„Schon eine halbe Stunde nach dem Match habe ich gespürt, dass es nichts mit Linz wird. Es war sehr schmerzhaft. Die Verletzung hat dann den Ausschlag gegeben.“

„Sehr instabil und auch die Kapsel ist verletzt“

Schon seit dem Sommer plagt sich die Weltranglisten-Neunte mit einem Riss im inneren Meniskus herum. Dieser sorgt für eine Schwellung im rechten Knie.

„Es ist sehr instabil und auch die Kapsel ist verletzt. Das ist eigentlich das Schmerzhafte an der ganzen Geschichte. Durch diese Instabilität besteht die Gefahr, dass das Knie blockiert oder weg knickt.“

Umfeld riet zur Pause

Deshalb haben ihr ihre Ärzte schon nach den US Open zu einer Pause geraten. Die ehrgeizige Rechtshänderin wollte davon aber nichts wissen.

„Es ist sicherlich ein Spiel mit dem Feuer. Ich bin da sehr dickköpfig und lasse mich nicht gerne belehren. Ich höre da am liebsten auf mein Gefühl. Außerdem möchte ich die Verantwortung alleine haben und das habe ich meinem Team auch so gesagt. Mein Umfeld ist natürlich sehr vorsichtig.“

„Ich habe mir meine Ziele gesetzt und die wollte ich unbedingt erreichen. Das hab ich mit dem Sprung in die Top 10 schlussendlich auch geschafft.“

Als Reservistin nach Istanbul

Dass es beinahe auch mit einem Startplatz bei den WTA Championships in Istanbul geklappt hätte, war eine angenehme „Überraschung“ für die in Bosnien geborene Deutsche, die zumindest als Reservistin die Reise in die türkische Metropole antreten darf.

„Ich werde definitiv als Ersatzspielerin nach Istanbul reisen. Das ist sogar Pflicht, da habe ich gar keine große Wahl. Maria Sharapova hat sich ja in Tokio verletzt. Vielleicht besteht sogar eine Chance, dass ich mitspielen kann“, spekuliert sie noch mit einem Einsatz. „Für mich wäre das eine große Ehre.“

Ihren Fans in Linz stellt sie einen Start im nächsten Jahr in Aussicht: „Wenn ich gesund bleibe, bleibt Linz auf jeden Fall fix in meinem Turnierkalender – auch wenn ich Nummer eins bin!“

Eine Frau, ein Wort!

Aus Linz berichtet Christian Frühwald

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