Babsi Haas schnuppert erstmals WTA-Tour-Luft

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Vielleicht kommt ihr erster Auftritt auf WTA-Tour-Ebene noch etwas früh.
 
Aber die 16-jährige Barbara Haas genießt es, in Bad Gastein erstmals die Luft bei den Großen zu schnuppern.
 
Noch spielt Österreichs größte Nachwuchshoffnung im Damen-Tennis auch etwa die Hälfte ihrer Zeit im Jugendtennis, doch ein erster Test beim Turnier in Bad Gastein wird der Oberösterreicherin Rückschlüsse für ihre weitere Zukunft geben.
 
"Daran könnte ich mich gewöhnen"
 
"An die Atmosphäre hier könnte ich mich gewöhnen", meinte Haas schmunzelnd, die trotz ihres Alters keineswegs schüchtern wirkt.
 
"Es ist eine Riesenfreude und eine Riesenchance für mich, dass ich hier einmal in die WTA-Tour reinschnuppern kann, weil da will ich hin."
 
Es sei auch interessant, die routinierten Spielerinnen abseits vom Platz zu beobachten, "wie sie sich verhalten, wie sie trainieren und wie professionell ihre Einstellung ist".
 
Manager Stefanits zweifelt nicht an ihrer Einstellung
 
An ihrer Einstellung sollte ihre Zukunft jedenfalls nicht scheitern. So sieht es ihr Manager Raimund Stefanits.
 
"Sie zeigt jeden Tag, dass sie es will und dem Erfolg alles unterordnet. Ihre professionelle Einstellung ist wirklich bewundernswert. Es motiviert auch das Umfeld und die Trainer, dass diese noch mehr geben", glaubt der Burgenländer.
 
Investorenmodell á la Hofmanova
 
   Wie auch schon mit Niki Hofmanova hat Stefanits ein Investorenmodell zusammengestellt, um der talentierten Haas finanziell auf die Beine zu helfen.
 
"Ich habe sie in der Jugend spielen gesehen, als sie 10, 11 war und war überzeugt, nur wenn man jetzt hilft, hat sie auch eine realistische Chance, irgendwann einmal gut zu werden", erinnerte sich der Manager.
 
In das Modell zahlen Geldgeber sechs Jahre lang pro Jahr 5.000 Euro (oder ein Vielfaches davon) ein, und können dann fünf Jahre lang in der Auszahlungsphase profitieren.
 
"Wenn sie erfolgreich wird, werden die Investoren etwas davon haben." Diese Phase beginnt, wenn Haas 19 Jahre alt wird.
 
Haas bleibt cool
 
Die Erwartungshaltung der heimischen Tennisfans, die freilich schon des längeren auf bessere Zeiten hoffen, ist groß.
 
"Sicher stehe ich in Österreich ein bisserl im Mittelpunkt und die Augen fallen schon etwas auf mich, aber es macht mir keinen Druck", versicherte der Teenager.
 
"Es ist eine Freude für mich, dass ich in der Zukunft groß aufspielen kann", sagte Haas.
 
Körpergröße als Nachteil
 
Auch wenn sie von der Körpergröße her vielleicht nicht bevorteilt ist. "Die Größe kann ich nicht beeinflussen", meinte sie lachtend. "Ich muss mich zufriedengeben, mit dem, was ich habe."
 
Aber die Größe allein spielt ja nicht viel Rolle, denn eine Sara Errani hat zuletzt bewiesen, was möglich ist. Die Italienerin ist mit 1,64 m sogar einen Zentimeter kleiner, und erreichte bei den French Open zuletzt das Endspiel.
 
Vergleiche mit Clijsters und Cibulkova
 
Wie Haas ihre Stärken beschreibt? Am Platz: "Ich bin körperlich sehr gut drauf, habe eine gute Ausdauer und schnelle Beine. Meine Rückhand ist mein bester Schlag, in den ich am meisten vertraue."
 
Früher haben manche Haas, die in der U18-Weltrangliste in ihrem Jahrgang (1996) schon einmal die Nummer 1 der Welt war, gerne mit Kim Clijsters verglichen, erzählt sie.
 
"Ich würde mich eher in Richtung (Dominika) Cibulkova sehen. Vom Spiel her hat mir Justine Henin sehr getaugt."
 
Viel Arbeit steht bevor
 
Um es auch nur annähernd in diese Regionen schaffen zu können, wartet freilich noch viel Arbeit auf die gebürtige Steyrerin.
 
"Meinen Aufschlag muss ich noch weiter verbessern, technisch bin ich schon sehr weit, aber am Spielstil wie Stops und Slice gibt es noch viel zu tun."
 
 Ihr Manager sieht Haas gut gerüstet für diese Aufgaben. "Bei Barbara habe ich das Gefühl, dass sie den Druck teilweise liebt und gerne in der Öffentlichkeit steht."
 
Und wo sieht er sie in fünf Jahren? "Auf jeden Fall in den Top 50. Was mehr kommt, wird man sehen. Es kommen sehr viele Jugendspieler nach. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir am richten Weg sind."

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