Paszek erinnert an alte Zeiten

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Paszek erinnert in Wimbledon an alte Zeiten

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Österreichs Tennis ist in den Einzeln des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon neben Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer durch Tamira Paszek auch bei den Damen vertreten.

Die Vorarlbergerin gewann am Freitag in der dritten Qualifikationsrunde gegen die Chinesin Wang Yafan (Nr. 16) 6:4,6:7(6),7:5.

Es ist die achte Hauptfeld-Teilnahme der 24-Jährigen in Wimbledon. Die Auslosung erfolgt am Freitag.

Hartes Stück Arbeit

Es war über exakt 2:30 Stunden ein hartes Stück Arbeit für die auf Weltranglistenrang 242 zurückgefallene Paszek.

Nach relativ klaren Siegen in den ersten beiden Qualifikationsrunden kassierte sie gegen die 21-jährige Wang (WTA-128.) in allen Sätzen ein frühes Break.

Während die zweifache Wimbledon-Viertelfinalistin den ersten Satz nach einem 0:3 noch recht sicher gewann, schaffte sie es im zweiten Durchgang immerhin noch ins Tiebreak.

Paszek verwertet fünften Matchball

In dem machte sie nach 6:3-Führung aber keinen Punkt mehr, vergab drei Matchbälle.

Daran hatte sie im dritten Satz zu knabbern, dem Break-Rückstand lief sie bis zum 4:5 nach. Als Rückschlägerin gegen den Matchverlust packte Paszek aber wieder ihr bestes Tennis aus, schaffte gerade rechtzeitig das Rebreak, ließ Wang kein Game mehr und verwertete ihren insgesamt fünften Matchball zum Aufstieg in ihren achten Wimbledon-Hauptbewerb.

Für Paszek ist es ein heiß ersehntes Erfolgserlebnis. Nach langer Durststrecke hatte sie heuer zuletzt erst bei drei ITF-Turnieren auf Rasen Matchsiege gefeiert, auf ihrem Lieblingsbelag schaffte sie nun die Rückkehr auf die Grand-Slam-Bühne.

Ihre bisher letzte Teilnahme an einem Major hatte die Dornbirnerin vor einem Jahr in Wimbledon, als sie aber in der ersten Runde der Belgierin Kirsten Flipkens in drei Sätzen unterlag.

Paszek hält den Ball flach

Tamira Paszek hat sich nach ihrem Sieg erleichtert gezeigt, hatte aber nie an ihrer Chance gezweifelt. "Ich wusste, dass sie kommt. Ich habe das ganze Match über solide serviert." Nur nach den im zweiten Satz vergebenen Matchbällen sei es hart gewesen. "Da war es nicht einfach, zurückzukommen. Aber ich musste aktiv bleiben, durfte nicht zurückblicken."

Dass sie ihre Siegchancen nicht schon im zweiten Satz genutzt hatte, führte sie auf eine starke Leistung von Wang Yafan, aber auch ein bisschen auf sich zurück. "Ich bin da ein bisschen 'tight' geworden. Danach habe ich versucht, mit Slice und Tempowechsel wieder hineinzukommen", erläuterte die 24-Jährige.

Ihre Erwartungen wollte Paszek niedrig halten, zunächst die Auslosung abwarten. Zuversichtlich zeigte sie sich aber schon.

"Die erste Runde muss jeder erst überstehen, da ist vieles möglich. Mir geht es körperlich gut, das ist wichtig."

Die Vorarlbergerin hatte erst Mitte April eine sechs Monate lange Verletzungspause beendet. "Zuletzt habe ich aber wichtige Matchpraxis gesammelt", sprach sie zwei Rasen-Viertelfinali bei ITF-Rasen-Turnieren an.

Drei ÖTV-Spieler im Hauptbewerb

Der harterkämpfte Dreisatzsieg von Paszek hat verhindert, dass Österreichs Tennis beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon erstmals seit 2005 nur durch zwei Spieler in den Einzelbewerben vertreten ist.

Drei wie diesmal waren es seither aber auch nur 2012.

Das Maximum gab es in den vergangenen 10 Jahren 2009 mit sieben ÖTV-Aktiven.

Paszek ist laut Papier größte Hoffnungsträgerin

Von der Bilanz her ist Paszek heuer Österreichs Hoffnungsträgerin, auch wenn sie aus der Qualifikation gekommen ist.

Für die 24-Jährige ist es die schon achte Wimbledon-Teilnahme, wobei sie bisher bei sieben Niederlagen auf elf Siege gekommen ist.

Immer wenn sie die erste Runde überstanden hat, drang sie weit im Turnier vor. 2011 und 2012 stand sie jeweils im Viertelfinale, 2007 immerhin im Achtelfinale.

Thiem und AHM mit keiner rosigen Bilanz

Bei den fix für den Hauptbewerb qualifiziert gewesenen ÖTV-Herren sieht die Bilanz hingegen gar nicht so rosig aus.

Dominic Thiem verlor bei seiner einzigen Teilnahme im Vorjahr in Runde eins, hält überhaupt bei erst einem Sieg auf Rasen.

Andreas Haider-Maurer steht zum vierten Mal bei diesem Major im 128er-Raster. Während der 28-Jährige 2013 in der ersten Runde verlor, feierte er 2011 und 2014 zumindest einen Sieg

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