Federer ist wieder der Alte

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Federer: "Bin stark zurückgekommen in diesem Jahr"

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Ein Fehlstart hat ihn nicht außer Tritt gebracht.

Tennis-Superstar Roger Federer ist wieder der Alte - zumindest auf Rasen. Der 32-Jährige steht zum neunten Mal in seiner Karriere im Halbfinale des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon.

Das Schweizer Viertelfinal-Duell mit Australian-Open-Sieger Stan Wawrinka entschied Federer am Mittwoch nach frühem Satzrückstand noch 3:6,7:6(5),6:4,6:4 für sich.

Kyrgios knackt Top 100

In der Vorschlussrunde geht es gegen den Kanadier Milos Raonic, der den Erfolgslauf von Australiens Youngster Nick Kyrgios beendete.

Der 19-Jährige hatte am Vortag im Achtelfinale den Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal eliminiert, musste sich Raonic aber trotz Führung 7:6(4),2:6,4:6,6:7(4) beugen.

Kyrgios wird kommende Woche dennoch den Österreicher Dominic Thiem als jüngsten Spieler in den Top 100 der Welt ablösen.

Achter Titel für Federer weiter möglich

Federer hat ganz andere Ziele. Der Gewinner von 17 Grand-Slam-Turnieren hat seinen achten Wimbledon-Titel im Visier. Damit wäre der Schweizer alleiniger Rekordsieger.

Seine acht bisherigen Halbfinali an der Church Road hat er allesamt gewonnen.

Die einzige Niederlage setzte es 2008 in einem epischen Finale gegen Nadal.

Zurück zu alter Stärke

Im Vorjahr war Federer bereits in der zweiten Runde des Rasenklassikers am Ukrainer Sergij Stachowski gescheitert.

2014 fand der vierfache Familienvater auf Rasen aber wieder zu alter Stärke.

Federer gewann das Vorbereitungsturnier in Halle und lief auch gegen seinen Davis-Cup-Kollegen Wawrinka nach Startschwierigkeiten zur Höchstform auf. Immerhin gab der siebenfache Wimbledon-Champion seinen ersten Satz im laufenden Turnier ab.

Sieg gegen einen Freund

"Gegen einen Freund ist es hart, weil wir uns so gut kennen", sagte Federer.

"Stan hat in den ersten zwei Sätzen großartig gespielt, dann hatte er aber wirklich mit seiner Fitness zu kämpfen." Wegen mehrerer dem Regen geschuldeter Verschiebungen hatte Wawrinka an drei aufeinanderfolgenden Tagen antreten müssen.

Dazu stand der 29-Jährige im Süden bereits 1:40 Stunden länger auf dem Court als sein großer Landsmann.

"Bin stark zurückgekommen"

Federer verwertete seinen fünften Matchball nach starkem Service mit einem Smash. Es war auch ein Zeichen an die im Turnier verbliebene Konkurrenz.

"Ich will nicht zu weit vorausschauen, aber ich bin stark zurückgekommen in diesem Jahr", sagte der Routinier.

"Das vergangene Jahr war so eine Enttäuschung. Ich versuche immer, zu gewinnen. Aber im Vorjahr war ich nicht einmal knapp dran.

Titelverteidiger out

Heuer scheint Federer auf dem Weg ins Endspiel kaum zu stoppen zu sein. Das Aus von Lokalfavorit Andy Murray nahm er ebenfalls zur Kenntnis.

"Es ist immer ein Schock, wenn der Titelverteidiger ausscheidet. Das setzt die Favoriten noch mehr unter Druck", meinte der Schweizer, der Landsmann Wawrinka im 16. Duell zum 14. Mal in die Schranken wies.

Doppelte Premiere für Kanada

Raonic steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Schon bei den French Open hatte er das Viertelfinale erreicht. Die Nummer neun der Welt hatte mit Kyrgios zwar ebenfalls zu kämpfen, Raonic konnte sich aber auf seinen enorm starken Aufschlag verlassen.

Der 29-Jährige schlug nicht weniger als 39 Asse. Kanada ist damit erstmals sowohl bei den Damen durch Jungstar Eugenie Bouchard als auch bei den Herren im Halbfinale eines Majors vertreten.

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