Trotz Sturz steht Novak Djokovic im Achtelfinale

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Trotz eines Schreckmoments steht der topgesetzte Novak Djokovic beim Grand-Slam-Tennisturnier in Wimbledon im Achtelfinale.

Der Serbe gewann seine Drittrundenpartie gegen den Franzosen Gilles Simon am Freitag mit einem ungefährdeten 6:4,6:2,6:4 und trifft nun auf dessen Landsmann Jo-Wilfried Tsonga.

Mit Li Na musste sich die Nummer zwei des Damenbewerbs hingegen überraschend verabschieden.

Cilic eliminiert Berdych

Außerdem eliminierte der an 26 gereihte Kroate Marin Cilic im letzten Spiel des Tages den an sechs gesetzten Tschechen Tomas Berdych mit 7:6 (5), 6:4, 7:6 (6).

Der 28-jährige Berdych stand 2010 schon einmal im Endspiel.

Cilic, der in Runde zwei den Niederösterreicher Andreas Haider-Maurer schlug, trifft nun auf den Franzosen Jeremy Chardy (6:3, 6:7, 6:3, 6:0 gegen Sergiy Stakhovsky/UKR).

 Sturz im dritten Satz

Djokovic ließ sich in der ersten Partie auf dem Centre Court des fünften Turniertags auch nicht von einem Sturz von seinem Erfolg abbringen.

Beim Stande von 3:2 aus seiner Sicht im dritten Durchgang war der 27-Jährige unglücklich ausgerutscht.

Sofort nahm Djokovic eine Verletzungspause und ließ sich im linken Schulterbereich behandeln.

"Ein stechender Schmerz"

"Es war ein stechender Schmerz, ich hatte Angst, dass das Gelenk kaputtgegangen ist. Aber das war nicht der Fall", erzählte Djokovic, der sein freies Wochenende nun zur Regeneration nützen will.

"Es wird für uns beide eine große Herausforderung", blickte er dem Duell mit Tsonga (6:2,6:2,7:5 gegen den Qualifikanten Jimmy Wang/TPE) entgegen.

Murray problemlos

Titelverteidiger Andy Murray zog mit einem 6:2, 6:3, 6:3-Erfolg über den Spanier Roberto Bautista Agut locker ins Achtelfinale von Wimbledon ein.

Der an drei gesetzte Schotte bekomt es nun mit dem an 20 gereihten Südafrikaner Kevin Anderson zu tun, der sich gegen den italienischen Sandplatz-Spezialisten Fabio Fognini mit 4;6, 6:4, 2:6, 6:2, 6:1 durchsetzte.

Geldstrafe für Fognini

Letzterer kassiert zwar 120.000 Dollar Preisgeld, muss 27.500 davon aber als Bußgeld an die Veranstalter abliefern.

Wiederholt hatte die Nummer 15 der Welt sich im Lauf seiner Spiele mit den Schiedsrichtern und anderen Unparteiischen angelegt, schließlich erhielt er drei Strafen für unsportliches Verhalten sowie für eine obszöne Geste.

Fünf-Satz-Rekord von Hewitt

Nicht obszön, aber umso anstrengender ist der Rekord von Lleyton Hewitt. Der hätte seine Zweitrundenpartie gegen den Polen Jerzy Janowicz lieber gewonnen, seine 5:7,4:6,7:6(7),6:4,3:6-Niederlage brachte ihm zumindest einen Rekord ein.

Der australische Wimbledon-Sieger von 2002 hat nun bereits 42 Fünf-Satz-Matches hinter sich. Eines mehr als der bisherige Rekordhalter Andre Agassi und mehr als jeder andere seit der Aufzeichnung großer Turniere im Jahr 1968.

Geheimfavorit Grigor Dimitrov (BUL/11) zwang Alexandr Dolgopolov (UKR/21) mit 6:7 (3), 6:4, 2:6, 6:4, 6:1 in die Knie.

Li Na verliert gegen Zahlavova Strycova

In der Damen-Konkurrenz nahm die Weltranglisten-Zweite Li Na nach einem knappen 6:7(5),6:7(5) gegen die Tschechin Barbora Zahlavova Strycova bereits in der dritten Runde den Hut.

Am Mittwoch noch hatte sie Österreichs Nummer eins, Yvonne Meusburger, mit 6:2,6:2 eliminiert.

Die Australian-Open-Siegerin Li war bei den French Open in Paris allerdings sogar schon in der ersten Runde gescheitert.

Nächste Gegnerin Strycovas ist die Dänin Caroline Wozniacki.

Vorjahres-Halbfinalistin Agnieszka Radwanska deklassiert die Portugiesin Michelle Larcher De Brito mit 6:2, 6:0. Die nächste Gegnerin der Polin ist die Russin Ekaterina Makarova.

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