Historisches Aus für Nadal

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Historisches Erstrunden-Aus für Rafael Nadal

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Der erste Tag beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon endet mit einem Paukenschlag - Rafael Nadal verabschiedet sich bereits zum Auftakt.

Der 27-Jährige, seit kurzem achtfacher Champion in Roland Garros, musste sich Steve Darcis (BEL) nach 2:55 Stunden mit 6:7(4),6:7(8),4:6 beugen.

Noch nie zuvor hatte Nadal, der zweimal in Wimbledon triumphierte, schon in der ersten Runde eines der vier Major-Turniere verloren, im 35. Anlauf ist es passiert.

Der Weltranglisten-Fünfte hatte auch im Vorjahr, allerdings nicht zuletzt auch wegen Knieproblemen, völlig überraschend schon in Runde zwei an der Church Road verloren (gegen Lukas Rosol/CZE).

Zum ersten Mal seit 1997

Es war der Beginn einer siebenmonatigen Verletzungs-Auszeit, die Nadal mit einem eindrucksvollen Comeback in diesem Jahr und nicht weniger als sieben Titeln 2013 nahezu vergessen machte.

Doch nun hat Nadal als erster regierender French-Open-Champion seit Gustavo Kuerten (BRA) 1997 gleich in der ersten Wimbledon-Runde verloren.

Alles Zahlen, die dem zwölffachen Grand-Slam-Sieger wohl egal waren. Nadal war auf dem Platz ein wenig gehinkt, doch auf Fragen, ob eine Verletzung Mitgrund für die Niederlage war, wollte er - sportlich korrekt wie er ist - nicht eingehen.

"Das ist nicht der richtige Tag (um darüber zu sprechen, Anm.). Ich habe da draußen mein Bestes gegeben, das war diesen Nachmittag nicht möglich. Aber es ist keine Tragödie. Ich gratuliere Darcis, er hat gut gespielt", sagte Nadal. Vielfach zu seinem Knie befragt, reagierte der Spanier dann schon genervt. "Alles, was ich über mein Knie sage, klingt wie eine Ausrede. Er (Darcis) hat das nicht verdient."

Dass die Vorbereitungszeit zwischen den French Open und Wimbledon zu kurz ist, könnte man zumindest aus den Aussagen herauslesen. "Auf Gras ist es schwierig, sich anzupassen. Wenn du vorher nicht die Möglichkeit hast zu spielen, ist es schwerer. Ich hatte dieses Jahr nicht die Möglichkeit dazu und habe meinen Rhythmus nicht gefunden", erklärte Nadal.

Roger Federer fegt zum Auftakt über Victor Hanescu hinweg

Federer fegt über Hanescu hinweg

Titelverteidiger Roger Federer fegt in der ersten Runde von Wimbledon mit 6:3, 6:2, 6:0 über den Rumänen Victor Hanescu hinweg.

"Ich bin froh, dass es gleich so gut funktioniert hat", so Federer. "In der ersten Runde kann es schnell zu einer Überraschung kommen."

"Ich habe konstant gutes Tennis gespielt. Der Return funktioniert gut und ich habe auch aggressiv agiert", ist der Eidgenosse guter Dinge.

Der Schweizer Weltranglisten-Dritte, der heuer seinen insgesamt achten Titel im All England Club holen will, trifft nun auf den Ukrainer Sergiy Stakhovsky (6:4, 6:0, 6:4 gegen Rogerio Dutra Silva/BRA).

Murray feiert glatten Sieg

Die britische Titel-Hoffnung Andy Murray zieht mit einem glatten 6:4, 6:3, 6:2-Erfolg über Benjamin Becker in die zweite Runde ein.

Dort trifft der Olympia-Sieger von London auf seinen Landsmann James Ward, der den Taiwanesen Yen-Hsun Lu mit 6:7 (4), 6:4, 7:6 (11) und 7:6 (4) niederringt.

US-Aufschlag-Kanonier John Isner serviert den Russen Evgeny Donskoy mit 6:1, 7:6 (5), 7:6 (3) ab. Mikhail Youzhny (RUS/20) schlägt den Niederländer Robin Haase mit 6:4, 7:5, 7:5.

Ebenfalls in Runde zwei steht Benoit Paire: Der an 25 gesetzte Franzose besiegt den Rumänen Adrian Ungur mit 6:4, 4:6, 6:3, 6:1.

Hewitt eliminiert Wawrinka

Lleyton Hewitt sorgt zum Auftakt für eine Überraschung.

Der Australier eliminiert Stanislas Wawrinka in drei Sätzen und setzt sich nach 2:12 Stunden Spielzeit mit 6:4, 7:5 und 6:3 gegen den Schweizer durch. Dieser präsentierte sich zuletzt in starker Form und zog beim Rasenevent in 's-Hertogenbosch ins Endspiel ein.

Der 32-jährige Hewitt, vor elf Jahren in Wimbledon siegreich, trifft nun auf den Deutschen Dustin Brown.

Tsonga siegt, Tipsarevic out

Der französische Weltranglisten-Sechste Jo-Wilfried Tsonga gewinnt in der ersten Runde von Wimbledon 7:6 (4), 6:4, 6:3 gegen den Belgier David Goffin.

Marin Cilic (CRO/10) besiegt den zyprischen Publikumsliebling Marcos Baghdatis mit 6:3, 6:4, 6:4.

Keine Probleme hat auch Jerzy Janowicz: Der talentierte Pole, an Nummer 24 gesetzt, schlägt den Briten Kyle Edmund mit 6:2, 6:2, 6:4.

Ausgeschieden ist hingegen Janko Tipsarevic: Der Serbe unterliegt seinem Landsmann Viktor Troicki.

Schon zu Beginn des ersten Spieltages gibt es in Wimbledon eine erste Überraschung.

Sara Errani, die Nummer fünf des Damen-Bewerbs, streicht bereits in Runde eins die Segel.

Die Italienerin verliert gegen Monica Puig aus Puerto Rico klar in zwei Sätzen 3:6, 2:6.

"Auf Rasen ist es immer schwer"

"Für mich ist es auf Rasen immer schwer", so Errani, die in Wimbledon noch nie über die dritte Runde hinausgekommen ist.

"Monica hat aber auch sehr gut gespielt und vor allem stark serviert und kaum Fehler gemacht."

Wimbledon-Premiere für Puig

Die 19-jährige Puig, die schon bei den French Open mit starken Leistungen überzeugten konnte, steht in Wimbledon heuer zum ersten Mal in ihrer Karriere im Hauptbewerb.

Azarenka bezwingt Koehler glatt

"Ich bin überhaupt erst zum zweiten Mal hier. Einmal war ich bei den Junioren mit dabei. Ich habe mich deshalb erst einmal ein bisschen eingewöhnen müssen, das ist mir aber wohl ganz gut gelungen", freut sich Puig.

Azarenka gibt nur drei Games ab

Nur im ersten Satz hat die ehemalige Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic Probleme: Die an zwölf gereihte Serbin schlägt die Französin Virginie Razzano mit 7:6 (1), 6:0.

Die Weltranglisten-Zweite Victoria Azarenka deklassiert in der ersten Runde die Portugiesin Maria Joao Koehler mit 6:1, 6:2.

Die Weißrussin bekommt es nun mit der Italienerin Flavia Pennetta zu tun, die sich gegen die britische Lokalmatadorin Elena Baltacha mit 6:4, 6:1 durchsetzt.

Die an 29 gesetzte Französin Alize Cornet schlägt die US-Amerikanerin Vania King mit 4:6, 6:3, 6:1 und trifft nun auf Su-Wei Hsieh aus Taiwan (6:1, 6:0 gegen Tatjana Maria/GER).

Sharapova hat Mühe

Die russische Weltranglisten-Dritte Maria Sharapova müht sich zu einem knappen 7:6 (5), 6:3-Erfolg über die Französin Kristina Mladenovic.

Die an 16 gesetzte Serbin Jelena Jankovic besiegt die Britin Johanna Konta mit 6:2, 7:5 und trifft nun auf ihre Landsfrau Vesna Dolonc, die überraschend Yanina Wickmayer (BEL) mit 3:6, 6:2, 6:4 eliminiert.

Varvara Lepchenko (USA/26) verliert gegen die Tschechin Eva Birnerova mit 2:6, 6:4, 4:6.

Kvitova mit Mühe

Derweil übersteht Petra Kvitova die Auftaktrunde mit großer Mühe.

Die Tschechin, Siegerin von 2011, entscheidet ihr Erstrunden-Match gegen die US-Amerikanerin Coco Vandeweghe mit 6:1, 5:7 und 6:4 für sich. Nach 2:22 Stunden macht die Nummer acht des Turniers den Sack zu.

Deutlich souveräner präsentiert sich Andrea Petkovic. Die Deutsche lässt ihrer französischen Rivalin Pauline Parmentier keine Chance und fertigt diese glatt in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:2 ab.

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