"Ich bin der große Macher!"

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"Ich dachte: 'Scheiße, ich bin der große Macher!'"

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Im elften Anlauf war es endlich soweit. Bei den French Open vor zwei Wochen schaffte es Grigor Dimitrov erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in die dritte Runde.

Dort wurde der 22-jährige Bulgare von Superstar Novak Djokovic allerdings wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gerade einmal sieben Games gab der serbische Weltranglisten-Erste ab.

Obwohl sich Dimitrov mittlerweile in einem Alter befindet, in dem ein Rafael Nadal schon sechs Grand-Slam-Titel auf dem Konto hatte, traut Djokovic dem Ausnahme-Talent weiterhin zu, den Sprung nach ganz oben zu schaffen.

Djokovic rät zu mehr „harter Arbeit“

„Er ist immer noch jung und hat definitiv das Potenzial, ein absoluter Top-Spieler zu werden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg“, meinte der Serbe nach dem glatten Sieg in Paris.

„Er hat die Schläge, er hat das Talent, er hat den nötigen Körper und er bewegt sich auch gut. Jetzt geht es nur mehr um harte Arbeit. Er muss dem Sport alles unterordnen. Nur so kann er es in die Top 5 oder Top 10 schaffen“, spricht  Djokovic dem Youngster ins Gewissen.

Geläuterter „Baby Fed“

Dieser gab sich in der vergangenen Woche in einem Interview mit „The Herald“ bereits geläutert: „Als ich 17, 18 Jahre alt war, dachte ich: ‚Scheiße, ich bin der große Macher! Es hat sich herausgestellt, dass ich noch nicht einmal nah dran war.“

„Baby Fed“ wurde Dimitrov damals in Anlehnung an Roger Federer gerufen und als legitimer Nachfolger des Schweizer Ausnahme-Spielers auserkoren. Schließlich dominierte er bereits als 17-Jähriger das Geschehen bei den Junioren, gewann in Wimbledon und später auch bei den US Open.

Ähnlichkeiten zu Roger Federer

Neben diesen Erfolgen erinnert aber vor allem die Spielweise von Dimitrov an den großen Meister. Trotz einer Körpergröße von 1,88 Metern bewegt sich der Bulgare elegant und beinahe grazil über die Tennisplätze dieser Welt.

Sharapova feuert auf der Tribüne an

Monatelang wurde über eine geheime Liebschaft mit Maria Sharapova spekuliert, vor wenigen Wochen ging das frischverliebte Pärchen an die Öffentlichkeit. Im Vorfeld von Wimbledon besuchten die Turteltäubchen bereits gemeinsame PR-Termine.

„Irgendwann konnten wir das einfach nicht mehr verheimlichen“, hätte Dimitrov diese Geschichte lieber nicht publik gemacht.

„Das Wichtigste ist das, was ich auf dem Tennisplatz mache. Der Rest ist definitiv Privatsache“, so Dimitrov, der aber weiß, dass dies schwierig ist, wenn man mit der meistfotografierten Sportlerin der Welt liiert ist. „Natürlich fragt mich jeder über sie.“

Vermeintliche „Ex“ Serena Williams tritt nach

Zusätzliche Brisanz ist dadurch garantiert, dass Dimitrov vor seiner Beziehung der Weltranglisten-Zweiten auch mit der aktuellen Nummer eins, Serena Williams, ein kleines Techtelmechtel gehabt haben soll.

In einem Gespräch mit dem „Rolling Stones Magazine“ sprach die US-Amerikanerin über eine aktuelle Top-5-Spielerin, die derzeit frisch verliebt ist. „Sie beginnt jedes Interview mit ‚Ich bin so glücklich und so froh!‘ So etwas ist langweilig“, meinte Serena.

„Trotzdem wird sie immer noch nicht zu den coolen Partys eingeladen. Und, hey, wenn sie mit einem Typen mit einem schwarzen Herz zusammen sein will, dann soll sie das doch bitte machen“, so Williams, die derzeit pikanterweise mit Dimitrovs ehemaligem Lehrmeister Patrick Mouratgolou zusammen ist.

Pippa ist ein Dimitrov-Fan

Die Reaktion Dimitrovs zu dieser Aussage steht noch aus. Fakt ist aber, dass der Bulgare unter den weiblichen Tennis-Fans schon lange nicht nur wegen seiner Schläge ein gern gesehenes Schauobjekt darstellt.

Kürzlich schwärmte sogar Pippa Middleton, die Schwester von Prinzen-Gemahlin Kate, vom bulgarischen Feschak: „Der ist schon schön anzuschauen“, attestierte sie Dimitrov in ihrer freitägigen Kolumne in der „Vanity Fair“.

In dieser wird sie ihre Leserschaft auch über Wimbledon auf dem Laufenden halten. Es würde sich wohl nicht nur Pippa freuen, wenn sie darin erstmals auch in der zweiten Woche über ihren auserkorenen Favoriten berichten dürfte.

Christian Frühwald

„Wir haben sicher einige Ähnlichkeiten. Schön langsam will ich aber zeigen, dass ich ein eigener Mensch bin. Ich weiß nicht, was ich machen muss, damit sich das ändert“, will Dimitrov diese Vergleiche eigentlich nicht mehr hören.

Talent wurde Dimitrov in die Wiege gelegt

Das Talent wurde ihm als einzigem Kind eines Tennis-Trainers und einer Sportlehrerin in die Wiege gelegt. Bereits im Alter von drei Jahren bekam er von seiner Mutter, einer ehemaligen Volleyball-Spielerin, sein erstes Tennis-Racket.

Im Teenager-Alter verließ er die heimatliche 75.000-Einwohner-Kleinstadt Haskovo und begab sich vom tiefsten Bulgarien in die Weltstadt Paris in die dortige Akademie von Patrick Mouratoglou.

Früher Wechsel zu den Profis

Nach seinen Erfolgen auf der Junioren-Tour wechselte er als Weltranglisten-Erster im Jahr 2008 vorzeitig zu den Profis. Schließlich stand er damals auch schon im ATP-Ranking in den Top 500.

Auch aufgrund einiger Verletzungen gestaltete sich der weitere Aufstieg schwierig.

Erst Anfang 2011 knackte Dimitrov erstmals die Top 100. Heute, zwei Jahre später, klopft er an den Top 20 an.

Trainings-Stützpunkt in Schweden

Mit ein Grund für den ausbleibenden großen Ranking-Sprung sind die anfangs angesprochenen fehlenden Siege bei den Majors. „Ich muss noch besser werden, vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren. Da tue ich mir immer schwer“, weiß Dimitrov um seine Schwächen.

Für den nächsten Schritt nach vorne wagte er nach der letzten Saison den Sprung nach Schweden. In der Akademie des ehemaligen Weltranglisten-Zweiten Magnus Norman, in der auch Niklas Kulti und Mikael Tillström arbeiten, bereitete er sich während der skandinavischen Winterzeit auf die aktuelle Saison vor.

„Manchmal habe ich tagelang kein Tageslicht gesehen“, konnte sich Dimitrov mit den dortigen Bedingungen nur bedingt anfreunden.

„Das Wichtigste ist aber, dass die sich dort im Tennis auskennen. Es hilft einem, wenn man jemanden hat, der selbst einmal ein Top-Spieler war und dieselben Fehler gemacht hat, wie man selbst.“

Fixer Bestandteil in den Klatschspalten

Während die sportlichen Schlagzeilen noch auf sich warten lassen, setzte sich Dimitrov zuletzt immer öfter in den Klatschspalten fest.

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