Williams zu stark für Wozniacki

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Caroline Wozniacki muss weiter auf ihren ersten Major-Titel warten.

Die Weltranglistenerste aus Dänemark war am Samstagabend im US-Open-Halbfinale absolut chancenlos und unterlag Lokalmatadorin Serena Williams 2:6,4:6.

Williams traf im Endspiel am "9/11"-Jahrestag als Favoritin auf die als Nummer neun gesetzte Australierin Samantha Stosur, die sich gegen die Deutsche Angelique Kerber 6:3,2:6,6:2 durchsetzte.

"Bin jetzt schon total aufgeregt"

"Das ist so großartig. Ich bin so glücklich", frohlockte Williams nach ihrem Finaleinzug und erinnerte gleich an das historische Datum des 11. September 2001, an dem die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York City die Welt veränderten.

"Deshalb war das für mich heute so ein wichtiges Spiel. Ich wollte unbedingt an so einem speziellen Tag für die USA das Finale spielen. Ich bin jetzt schon total aufgeregt", erklärte die 29-Jährige.

Mitleid mit Wozniacki

Viele Fans im Arthur-Ashe-Stadium und in der Primetime vor den US-Fernsehgeräten freuten sich mit Williams, hatten aber zugleich Mitleid mit Wozniacki.

Die 21-Jährige kämpfte wie immer vorbildlich, war aber nicht in der Lage der unbändigen Kraft ihrer Gegnerin Gleichwertiges entgegenzusetzen.

Im zweiten Satz erbarmten sich sogar die Statistiker der Freundin des nordirischen Golf-Stars Rory McIlroy. Als im Bereich Gewinnschläge das Verhältnis 23:0 (!) zugunsten der 13-fachen Major-Siegerin lautete, schrieben die Herren über die Zahlen Wozniacki den ersten "Winner" zu, obwohl Williams den Ball noch erreicht hatte.

Am Ende lautete diese Bilanz 34:5 für Williams, deren Dominanz erdrückend war. Vor allem ihr knallharter Aufschlag (11 Asse) war einmal die größte Waffe der Afroamerikanerin.

 Wozniacki führt das Ranking der WTA-Tour seit rund einem Jahr an, hat in diesem Jahr schon sechs Titel gewonnen, ist die Nummer eins in der Jahreswertung und der Preisgeld-Rangliste. Auf höchster Stufe hat sie den Durchbruch aber noch nicht geschafft. Seit dem US Open 2009 wartet sie auf die zweite Finalteilnahme in einem Grand-Slam-Event.

"Serena hat aber unglaublich gespielt"

Die Zweifel an ihrem Status werden nach der jüngsten Niederlage nicht verstummen. Auf die Frage, ob sie sich nach einem solchen Match auch als Nummer eins sehe, antwortete sie diplomatisch:

"Ich bin die Nummer eins und auch in der Jahreswertung. Das kann mir niemand nehmen. Serena hat aber unglaublich gespielt. An einem solchen Tag ist es gegen sie enorm schwer. Vor allem ihr Service war tödlich."

Aus für Sensations-Halbfinalistin

Weniger niedergeschlagen wirkte Sensations-Halbfinalistin Kerber nach ihrem Aus. Die 23-Jährige forderte nach starken Leistungen auch Stosur voll und durfte kurzzeitig sogar vom Einzug ins Endspiel träumen.

Auch wenn dieser Traum rasch wieder platzte, durfte Kerber am Ende mit ihrer US-Open-Vorstellung "superfroh" sein. In der Weltrangliste wird sich Linkshänderin von Platz 92 auf 34 verbessern.

"Kindheitstraum wahr geworden"

Stosur zog als erste Australierin seit Wendy Turnbull 1977 ins US-Open-Finale ein. "Damit ist für mich ein Kindheitstraum wahr geworden", sagte die 27-Jährige, die damit die Chance besaß, in die großen Fußstapfen ihrer Landsfrau Margaret Court zu treten, die 1973 die US Open noch auf Gras gewann.

Die bisher letzte australische Grand-Slam-Turniersiegerin ist Evonne Goolagong-Cawley, die 1980 in Wimbledon triumphierte.

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