In Cincinnati sah sich der Sandplatz-König in seinen fünf Partien gerade einmal 18 Break-Cchancen gegenüber, nur vier Mal musste er seinen Aufschlag abgeben. Auch in Montreal kassierte Nadal läppische vier Breaks im Turnierverlauf.

Nadal rückt Djokovic nahe

Die Dominanz des „Stier aus Manacor“ spiegelt sich zwar noch nicht in der Weltrangliste wider, wo er mittlerweile immerhin schon Zweiter hinter Novak Djokovic ist, dafür aber im Jahres-Ranking.

Dort hat Nadal bereits 2.240 Punkte Vorsprung auf Novak Djokovic. Wimbledon-Champion Andy Murray hat schon 3.580 Zähler Rückstand.

Dabei war Nadal im Jänner noch gar nicht auf der Tour, als es bei den Australian Open massig Punkte zu holen gab. Und in Wimbledon verabschiedete sich das Muskelpaket überraschenderweise bereits in Runde eins gegen den Belgier Steve Darcis.

Für Djokovic bedarf es im Saisonfinish also schon eines gewaltigen Kraftaktes, um den Verlust der Weltranglisten-Führung zu verhindern. In den vergangenen beiden Jahren beendete der Serbe die Saison jeweils als Nummer eins.

Nadal schielt auf Nummer eins

„Ich habe in den letzten Monaten viele Punkte gemacht und mich in eine gute Ausgangsposition gebracht“, liebäugelt Nadal mittlerweile relativ offen mit dem Platz an der Sonne, den er zuletzt am 3. Juli 2011 innehatte.

Insgesamt liegt er mit 102 Wochen auf dem Tennis-Thron auf Platz sieben in der ewigen Bestenliste, die Roger Federer mit 302 Wochen deutlich anführt.

Bei den US Open ist ein Wechsel an der Spitze noch relativ unwahrscheinlich. Djokovic hat als Vorjahres-Finalist „nur“ 1.200 Punkte zu verteidigen, Nadal kann in New York maximal 2.000 Punkte holen. Der Vorsprung von Djokovic beträgt allerdings noch 2.120 Zähler.

2010 holte Nadal in Flushing Meadows seinen bislang einzigen Titel, als er im Endspiel Djokovic in vier Sätzen schlug. Ein Jahr später revanchierte sich dieser in der Final-Neuauflage. Und aller guten Dinge sind bekanntlich drei.

Christian Frühwald

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