Wetter-Chaos bei den US Open

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Schweres Unwetter wirft Spielplan durcheinander

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Ein schweres Unwetter machte dem "Super Saturday" bei den US Open einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Zuerst musste das geplante Damen-Endspiel zwischen Victoria Azarenka (BLR/1) und Serene Williams (USA/4) frühzeitig auf Sonntag verschoben werden.

Danach wurde das Herren-Halbfinale zwischen dem serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic und David Ferrer (ESP/4) beim Stand von 5:2 aus der Sicht der Spaniers wegen einer Sturmwarnung abgebrochen.

Die Partie wird nun am Sonntag um 17 Uhr MESZ fortgesetzt. Das Damen-Endspiel wird für 22:30 Uhr MESZ angesetzt.

Das Herren-Finale wird wie schon im Vorjahr erst am Montag ausgetragen.

Murray schaffte es rechtzeitig ins Finale

Der große Gewinner am Samstag heißt damit Andy Murray, der gerade noch rechtzeitig seinen Final-Einzug sicherstellte.

Der an drei gesetzte Schotte schlug Federer-Bezwinger Tomas Berdych (CZE/6) mit 5:7, 6:2, 6:1, 7:6 (7).

Nach dem hart umkämpften ersten Satz, den Berdych hauchdünn für sich entscheiden konnte, brach das riskante Spiel des Tschechen durch den immer stärker werdenden Wind plötzlich zusammen.

64 unerzwungene Fehler von Berdych

Insgesamt unterliefen ihm 64 unerzwungene Fehler. Zudem ließ Berdych sein Aufschlag im Stich.

Murray machte es im vierten Satz allerdings noch einmal spannend, als er eine 3:0-Führung aus der Hand gab.

Der Schotte hatte sogar zwei Chancen auf ein zweites Break zum 4:0, spielte dabei aber etwas zu lässig.

"Bei diesem Wind zu spielen, war brutal"

Als der Wind etwas nachließ, witterte Berdych plötzlich wieder seine Chance. Im Tiebreak konnte sich dann aber doch noch Murray durchsetzen.

"Bei diesem Wind zu spielen, war brutal. Das ist schwer zu beschreiben", meinte Murray nach der Partie.

"Der Ball stoppte immer wieder aus heiterem Himmel und wechselte die Richtung. Außerdem war es schwierig zu servieren."

Zweites US-Open-Finale für Murray

"In erster Linie habe ich versucht, den ersten Aufschlag ins Feld zu bringen. Bei so schwierigen Bedingungen habe ich glaube ich noch nie gespielt."

Murray steht in Flushing Meadows zum zweiten Mal nach 2008 im Endspiel und zum bereits fünften Mal in einem Grand-Slam-Finale.

Der Schotte hat diesmal aber einen großen Vorteil auf seiner Seite, darf er sich nun über einen freien Sonntag freuen, bei dem er seinen noch zu ermittelnden Final-Gegner ausgiebig beobachten kann.

Ferrer sauer über Abbruch

Dieser könnte durchaus David Ferrer heißen. Der Spanier kam am Samstag mit den schwierigen Bedingungen weitaus besser zurecht als Djokovic und war über den vorzeitigen Abbruch dementsprechend sauer.

Schließlich war Ferrer kurz davor, auf den Satz zu servieren, als der Stuhlschiedsrichter etwas überraschend wegen des starken Sturms abbrach.

Regen war zu diesem Zeitpunkt noch keiner eingetreten.

Christian Frühwald

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