Cilic gewinnt als erster Kroate die US Open

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Marin Cilic hat es vollbracht.

Der Kroate feierte bei den US Open seinen ersten Grand-Slam-Titel und ließ seinem japanischen Kontrahenten Kei Nishikori im Endspiel keine Chance.

Nach nur 1:54 Stunden Spielzeit verwandelte der 25-Jährige seinen zweiten Matchball zum 6:3, 6:3, 6:3-Sieg und krönte sich zum ersten kroatischen Triumphator in Flushing Meadows.

Zugleich ist es der zweite Major-Erfolg für sein Heimatland. Den bislang einzigen hatte sein Trainer Goran Ivanisevic 2001 in Wimbledon gefeiert.

Von Beginn an tonangebend

Cilic ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen und schloss nathlos an seine überragende Leistung aus dem Halbfinale, in dem er den vielleicht besten Tennis-Spieler der Welt, Roger Federer, scheinbar mühelos in drei Sätzen aus dem Bewerb warf.

Der 1,98m-Hüne nutzte beim Stand von 3:2 eine seiner Breakchancen und gab im weiteren Verlauf des ersten Satzes den eigenen Aufschlag nicht mehr ab.

Drei Breaks in einem Satz

Auch im zweiten Durchgang gelang es ihm, das Service des 24-jährigen Nishikori, der es als erster Asiate in ein Grand-Slam-Finale schaffte, zu brechen.

Der laufstarke Japaner, von Ex-French-Open-Sieger Michael Chang betreut, musste sich ein zweites Mal den Aufschlag abnehmen lassen, ehe ihm seinerseits das erste Break gelang.

Cilic hatte jedoch - wie über den gesamten Abend hinweg - die bessere Antwort und beendete Durchgang mit dem dritten Streich.

Nichts anbrennen lassen

Der Aufschlagspezialist ließ auch im dritten Durchgang nichts anbrennen, holte sich gleich zweimal das Service seines Rivalen und machte schlussendlich mit seinem zweiten Matchball alles klar.

"Es ist unglaublich. Ich habe hier sicher das beste Tennis meines Lebens gespielt", erklärte der Gewinner, nachdem er zuvor vor Glück auf dem Hartcourt zu Boden ging und sich anschließend von seiner Box feiern ließ.

"Für alle Spieler, die hart an sich arbeiten, ist das ein gutes Zeichen, dass es sich irgendwann auszahlt. Mein Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, vor allem im letzten Jahr", so Cilic, der 2013 eine viermonatige Dopingsperre absitzen musste.

"Er war heute einfach besser", suchte der unterlegene Nishikori erst gar nicht nach Ausflüchten und erkannte die Überlegenheit von Cilic an.

Drei Millionen Dollar Prämie

Dieser feierte damit nicht nur den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere, sondern streifte zugleich einen Siegerscheck in der Höhe von drei Millionen Euro (2,33 Millionen Euro) ein. Nishikori durfte sich mit 1,45 Mio. Dollar (1,12 Millionen Euro) trösten.

Auch in der Weltrangliste machen beide einen Sprung nach vorne. Während Cilic sich auf Rang neun vorkämpft und sein Karriere-High einstellt, wird Nishikori auf Position acht geführt, was einen neuen persönlichen Bestwert bedeutet.

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