Sturmlauf ins Finale

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Zwei Meister in Überform

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Eine doppelte Machtdemonstration der beiden bislang besten Spieler der diesjährigen US Open erlebten die Fans in New York im Halbfinale des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Sowohl Novak Djokovic als auch Roger Federer stürmten ins Endspiel und ließen ihren Gegnern nicht den Hauch einer Chance.

Der serbische Weltranglistenerste schickte Vorjahressieger Marin Cilic in weniger als eineinhalb Stunden mit 6:0, 6:1, 6:2 nachhause.

Federer machte mit Stan Wawrinka beinahe ebenso kurzen Prozess und servierte seinen Schweizer Landsmann 6:4, 6:3, 6:1 ab.

Damit blieb der Altmeister weiter ohne Satzverlust im Turnier und rückte erstmals seit 2009 wieder in ein US-Open-Finale vor.

"Vielleicht mein bestes Tennis"

"Natürlich bin ich sehr glücklich. Es war bisher ein großartiges Turnier", sagte Federer noch auf dem Court des Arthur Ashe Stadium. 

Beinahe alles gelang dem 34-Jährigen, der aktuell in Überform agiert. "Es ist definitiv sehr gut, vielleicht mein bestes", kommentierte er sein Tennis im bisherigen Turnierverlauf und fügte hinzu: "Ich serviere auch sehr gut."

Nun wartet im Finale der Klassiker gegen Novak Djokovic. Die beiden treffen sich bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr in einem Finale. Der Schweizer gewann zwei der bisherigen fünf, darunter das letzte auf Hardcourt in Cincinnati.

Cilic angeschlagen

Djokovic zeigte sich nach seinem glatten Sieg über Cilic erneut als großer Sportsmann und klärte das Publikum auf, warum die Partie gegen den Kroaten eine so deutliche Angelegenheit war.

"Für alle die es nicht wissen: Marin hat die letzten Matches mit einem lädierten Knöchel gespielt und es war tapfer von ihm, heraus zu kommen und dieses Match zu Ende zu spielen", sprach der Weltranglistenerste, dessen Head-2-Head mit Cilic sich nunmehr 14:0 liest.

Der Vorjahresfinalist bestätigte sein Handicap und meinte: "Vor dem Match habe ich überlegt, ob ich heute spiele oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden zu spielen, weil es ein Grand-Slam-Turnier ist. Wäre es ein anderes Turnier gewesen, wäre ich vielleicht nicht angetreten."

Djokovic will Final-Bilanz aufbessern

Während sich Cilic nun erholen kann, möchte Djokovic seiner Hassliebe zu New York ein positives Kapitel hinzufügen. "Ich war in US-Open-Finals bislang nicht so erfolgreich", gab "Nole" zu. Bereits viermal musste er sich im Endspiel geschlagen geben, dem gegenüber steht ein Erfolg 2011. "Aber ich verspreche, hinaus zu gehen und mein Bestes zu geben", gab er sich kämpferisch.

Federers Final-Bilanz kann sich da schon mehr sehen lassen. "FedEx" gewann fünf seiner sechs Endspiele in Flushing Meadows. Nur sein letztes ging gegen Juan Martin del Potro verloren.

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