Djokovic wie ausgewechselt

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Djokovic im US-Open-Finale gegen Murray

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Titelverteidiger Novak Djokovic steht auch heuer wieder im Endspiel der US Open!

Der Weltranglisten-Zweite aus Serbien besiegte den an vier gereihten Spanier David Ferrer nach 2:32 Stunden mit 2:6, 6:1, 6:4, 6:2.

Die Partie wurde am Samstag beim Stand von 2:5 im ersten Satz wegen einer Sturmwarnung verschoben.

Perfekte Bedingungen am Sonntag

Bei der Fortsetzung am Sonntag war von dem starken Sturm, der am Vortag für extreme Verhältnisse sorgte, nichts mehr zu spüren.

Djokovic kamen die veränderten Bedingungen sehr entgegen.

Zwar konnte Ferrer noch zum Gewinn des ersten Satzes ausservieren, danach übernahm aber der fünffache Grand-Slam-Gewinner das Kommando.

Ferrer nur im dritten Satz gleichwertig

Im dritten Satz versuchte sich Ferrer noch einmal zurückkämpfen, als er ein frühes Break zum 0:2 wettmachen konnte.

Nach ein paar sehr ausgeglichenen Games und einigen hochklassigen Ballwechseln sicherte sich aber erneut Djokovic die entscheidenden Punkte.

Ferrers Widerstand bricht im vierten Satz

Im vierten Satz war der Widerstand Ferrers schließlich endgültig gebrochen.

Auch in seinem insgesamt bereits vierten Grand-Slam-Halbfinale klappte es für den 30-Jährigen damit nicht mit seinem ersten Einzug in das Endspiel.

Im Head-to-Head gegen Djokovic liegt Ferrer nunmehr mit 5:9 zurück.

Der Serbe kann mittlerweile eine beeindruckende US-Open-Bilanz vorweisen: In den letzten sechs Jahren gewann er 35 von 39 Partien.

"Ich liebe die Energie hier", meinte Djokovic nach dem Sieg gegen Ferrer. "Die Zuschauer haben hier einen speziellen Draht zu den Spielern."

"Das ist eine einzigartige Erfahrung. Ich glaube, dass ich für alle Spieler spreche, wenn ich sage: Wir lieben es, hier zu spielen!"

 Djokovic nun gegen Murray

Djokovic trifft nun am Montag im Finale (22 Uhr MESZ) auf den an drei gesetzten Schotten Andy Murray, der sich bereits am Samstag gegen Federer-Bezwinger Tomas Berdych (CZE/6) durchsetzte.

Die beiden trafen schon einmal in einem Grand-Slam-Finale aufeinander. Im vergangenen Jahr feierte Djokovic in Melbourne einen klaren Drei-Satz-Erfolg.

Murray hofft auf ersten Major-Titel

In bislang 14 Aufeinandertreffen verließ der Serbe acht Mal als Sieger den Platz.

Für Murray ist es bereits sein fünftes Grand-Slam-Finale. Auf seinen ersten Major-Titel - den ersten für einen Briten seit Fred Perry im Jahr 1936 - wartet der Olympia-Sieger aber immer noch.

"Die Erfahrungen von London und den bisherigen Endspielen sind sehr wichtig für mich", hofft der 25-Jährige, endlich reif für einen Grand-Slam-Titel zu sein.

"Olympia-Gold hat Druck von mir genommen"

"Olympia-Gold hat sicher etwas Druck von mir genommen. Doch selbst wenn ich am Montag verlieren sollte, war es wieder eine gute Erfahrung für mich."

"Je öfter man solche großen Partien spielt, umso besser wirst du als Tennis-Spieler."

In der neuen Weltrangliste wird Murray auf jeden Fall einen Sprung nach vorne machen: Er wird den seit Wimbledon am Knie verletzten Rafael Nadal von Platz drei verdrängen.

Djokovic: "Wollen gute Show liefern"

Djokovic gibt sich jedenfalls gewarnt: "Er spielt derzeit sehr gut und ist sicher voll motiviert, endlich ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen."

"Hoffentlich können wir beide unser bestes Tennis zeigen und den Leuten eine gute Show liefern."

Christian Frühwald

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