Ein Schritt zur Unsterblichkeit

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Serena Williams: Der letzte Schritt zur Unsterblichkeit

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„Ich hätte mir nie vorstellen können, eines Tages in einem Atemzug mit Chris Evert oder Martina Navratilova genannt zu werden“, ließ Serena Williams die wartende Journalisten-Meute nach ihrem US-Open-Triumph 2014 wissen.

Vor einem Jahr gelang der US-Amerikanerin der 18. Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier, womit sie mit ihren Landsfrauen gleichzog.

Zugleich war es der Beginn ihres x-ten Frühlings. Mit heute 33 Jahren zählt sie laut Reisepass zwar zum alten Eisen im Damen-Tennis, auf dem Platz reicht es aber immer noch locker, um die zum Teil deutlich jüngere Konkurrenz Turnier für Turnier in die Schranken zu weisen.

Williams führt die Weltrangliste nicht einfach so an. Sie spielt in ihrer eigenen Liga. Mit aktuell 12.721 Punkten hat sie mehr auf der Habenseite als Simona Halep und Maria Sharapova, immerhin Nummer zwei bzw. drei der Welt, zusammen.

Es ist nur ein Beweis dafür, dass die Ausnahmeathletin zu den Größten aller Zeiten gehört und völlig zurecht auf eine Stufe gestellt wird mit Evert oder Navratilova. Seit den US Open hat sie sämtliche Major-Events für sich entschieden und damit zum zweiten Mal in ihrer Karriere den „Serena-Slam“ geschafft.

Vom Serena- zum Grand-Slam

In Flushing Meadows könnte sie den ganz großen Wurf landen: Williams will den Grand Slam – Siege bei allen vier großen Turnieren innerhalb einer Saison. Das ist in diesem Jahrtausend noch niemandem gelungen. Genau dieses Kunststück würde sie endgültig unsterblich machen, gibt es doch mit Maureen Connolly (1953), Margaret Court (1970) und Steffi Graf nur drei Spielerinnen, die den Grand Slam knackten.

Zuletzt gelang es Graf 1988, also vor nunmehr 27 Jahren, bei allen Majors die Siegertrophäe gen Himmel zu stemmen. Die Deutsche krönte ihre Super-Saison sogar noch mit Olympia-Gold in Seoul, weshalb dies als „Golden Slam“ in die Geschichte einging.

"Bin in der Lage, alles zu schaffen"

Der Sieg in New York führt über die 1,75 Meter große Rechtshänderin, die mit ihrer Power, ihrem unbändigen Willen und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen die Konkurrenz seit einem Jahr fast nach Belieben beherrscht.

Im „Big Apple“ hat sie bereits sechs Mal gewonnen, darunter die letzten drei Ausgaben. Doch Williams weiß auch, wie sich bittere Niederlagen anfühlen. 2011 war sie im Finale gegen die Australierin Sam Stosur haushohe Favoritin, wurde den Vorschusslorbeeren aber nicht gerecht und verlor völlig überraschend glatt in zwei Sätzen.

Aus ihren vielen Siegen, vor allem aber aus den wenigen, dafür umso intensiveren Niederlagen hat sie gelernt und Lehren gezogen. Lehren, die sie in den kommenden Tagen – die ersten beiden Runden meisterte sie mit Erfolgen gegen Vitalia Diatchenko (6:0, 2:0 w.o.) und Kiki Bertens (7:6, 6:3) – nutzen will, um am Ende auf einer Stufe mit Graf zu stehen.

„Ich habe viel gelernt“, meinte Williams in Bezug auf die letzten zwölf Monate, um in ruhigem Ton dann doch noch eine Kampfansage an den Rest der Welt zu schicken: „Ich weiß, dass ich in der Lage bin, alles zu schaffen.“


Christoph Nister

Von eben jener Geschichte will Williams allerdings nichts wissen. „Ich versuche wirklich, diesem Stress und dem Druck der Presse fern zu bleiben“, gab sie unlängst zu Protokoll. „Ich muss nicht ständig daran erinnert werden, dass dies und das Geschichte bedeuten könnte, weil ich einfach nur alles abrufen will, was ich kann.“

Daher versucht die beste Tennisspielerin der Gegenwart, sich so gut es geht vom Rummel um ihre Person abzuschotten. Zweifel daran, dass sie für die Schlagzeilen sorgen wird – ob nun positiv oder negativ -, gibt es dennoch keine.

"Es war immer nur ein Traum"

Schließlich könnte sie nicht nur den Grand Slam von Graf wiederholen, mit einem möglichen 22. Titel würde sie auch in puncto Quantität mit der 46-Jährigen gleichziehen.

„Ich habe immer davon geträumt, den Grand Slam zu schaffen“, ließ sich die Anwärterin doch ein kurzes Statement zur Causa Prima entlocken. „Es war aber immer nur ein Traum. Ich dachte nie, dass ich jemals so nah dran sein würde, ihn zu verwirklichen.“

Generell tritt Williams ganz bewusst auf die Euphoriebremse. „Ich mache mir keinen Druck, hier irgendetwas zu erreichen. Ich freue mich einfach darauf, in diesem Jahr wieder hier zu spielen.“

„Ihr müsst wissen, ich habe wirklich das Gefühl, dass ich nichts zu verlieren habe“, will sie der Öffentlichkeit weismachen. An Understatement ist das freilich nicht zu überbieten, denn selten zuvor waren die Favoritenrolle und der dadurch aufkommende Druck so klar verteilt wie in diesem Jahr.

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